Am Montag stand der 32-jährige Anthony Williams vor Gericht. Der Mann aus der ostenglischen Stadt Peterborough ist wegen zehnfachen versuchten Mordes, Körperverletzung und Waffenbesitzes angeklagt. Williams soll am Samstag in einem Zug bei Huntingdon mit einem Messer auf Fahrgäste losgegangen sein. Dabei wurden elf Menschen verletzt, ein Zugbegleiter schwebt in kritischem, aber stabilem Zustand.
"Der Angreifer fuchtelte mit der Klinge vor meinem Gesicht herum und fragte mich dreimal: 'Do you want to die?' (Willst du sterben?)", berichtet der Londoner Passagier Stephen Crean. Er hatte sich Williams mutig entgegengestellt, nachdem mehrere Fahrgäste panisch durch den Waggon gerannt waren und schrien: "Da ist ein Mann mit einem Messer!"
Wie "Mirror" schreibt, prüft die Cambridgeshire Police, ob Williams auch für einen Messerangriff auf einen 14-Jährigen sowie zwei weitere Vorfälle am Freitag und Samstagmorgen – darunter in einem Friseursalon – in Peterborough verantwortlich ist. Im Laden soll eine Überwachungskamera Williams gefilmt haben.
Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei am Sonntag zunächst aus. Der Verdächtige stammt aus Peterborough, wurde in Großbritannien geboren und hat laut bisherigen Angaben einen Migrationshintergrund. "Unsere Ermittlungen befassen sich auch mit weiteren möglicherweise zusammenhängenden Straftaten", erklärte Deputy Chief Constable Stuart Cundy.
Vor Gericht schwieg Williams zu den Vorwürfen und gab lediglich an, keinen festen Wohnsitz zu haben. Am 1. Dezember soll der Fall vor dem Cambridge Crown Court weiterverhandelt werden.