Zugreisender Corona-Patient steckte weitere Person an

Vom Flughafen Wien bis nach Telfs in Tirol ging seine Reise.
Vom Flughafen Wien bis nach Telfs in Tirol ging seine Reise.ÖBB
Jener 25-jährige Pakistani, der nach seiner Rückkehr völlig legal quer durch Österreich gefahren war, soll einen Mitreisenden angesteckt haben.

Aber alles der Reihe nach: Der 25-Jährige war am 8. Juni mit "Qatar Airways" von Pakistan über Doha nach Österreich gereist. Bei der Ankunft am Flughafen Wien-Schwechat wurde seine Temperatur gemessen. Da wirkte er noch gesund, weil er aber kein gültiges Gesundheitsattest vorweisen konnte, erklärte er sich zu einer 14-tägigen Heimquarantäne an seinem Wohnsitz bereit – 420 Kilometer Luftlinie entfernt in Telfs im Bezirk Innsbruck-Land. Die Vorschriften waren damit erfüllt, er durfte sich völlig legal in einen Zug setzen.

Die Gastfamilie des jungen Mannes wurde umgehend isoliert und getestet. Alle Mitglieder sind allesamt negativ. Im Zuge des Contact-Tracings konnten die Behörden allerdings ermitteln, dass eine weitere Person mit dem 25-Jährigen im Flugzeug von Katar nach Wien saß und anschließend mit demselben Zug von Wien nach Innsbruck fuhr.

Der betroffene Mann wohnt in Innsbruck. Er wurde von den Behörden als enge Kontaktperson eingestuft und umgehend getestet. Das Ergebnis liegt laut Land Tirol seit dem späten Sonntagabend vor und ist positiv. Der Mann, der bei gutem Gesundheitszustand und asymptomatisch ist, hatte sich – wie auch der 25-Jährige – am 8. Juni in seiner Innsbrucker Wohnung umgehend in selbstüberwachte Heimquarantäne begeben. Dort lebt er alleine und hatte seither nur zu einer Person engen Kontakt, die ihn während der Quarantäne mit Lebensmitteln versorgt hat. Diese Person wurde nun als enge Kontaktperson ebenfalls isoliert.

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