Was für ein Fehlstart für Alexander Zverev! Nur zwei Tage nach seinem offiziellen Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste kassiert der Deutsche eine historische Niederlage. Beim ATP-Masters in Paris verliert der 29-Jährige sein Auftaktmatch gegen den Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5), 2:6.
Damit schreibt Zverev unfreiwillig Tennis-Geschichte. Noch nie zuvor hatte ein Spieler sein allererstes Match als Nummer eins der Tennis-Weltrangliste ohne Satzgewinn verloren. Überhaupt ist der Hamburger erst der fünfte Weltranglistenerste, der bei seiner Premiere an der Spitze eine Niederlage einstecken muss.
Zuvor war dieses Missgeschick nur John McEnroe (1980), Österreichs Tennis-Legende Thomas Muster (1996), Lleyton Hewitt (2001) und Carlos Alcaraz (2022) passiert. Zverev reiht sich damit in eine prominente Liste ein – allerdings als erster Spieler mit einer glatten Zwei-Satz-Pleite.
Zverev hatte sich die Nummer-eins-Position der Weltrangliste in der vergangenen Woche in der Wiener Stadthalle gesichert. Dass es spätestens am Jahresende allerdings passieren würde, war schon festgestanden, nachdem Jannik Sinner die Saison vorzeitig beendet hatte. Zverev schied danach im Stadthallen-Halbfinale gegen Alex de Minaur aus Australien aus, verlor nun gegen Musetti.
Nach dem bitteren Aus zeigte sich der Deutsche frustriert. "Ich glaube, das war kein besonders gutes Spiel von mir, vielleicht sogar eines der schlechtesten der letzten Monate", gestand Zverev. Gleichzeitig ärgerte er sich über die Diskussionen um seine neue Position an der Weltspitze. Er habe das Gefühl, als einziger Weltranglistenerster erklären zu müssen, warum er dort stehen dürfe.
Für Zverev endet das Turnier in Paris damit überraschend früh. Ausgerechnet an jenem Ort, an dem er 2024 noch den Titel geholt hatte, erlebt er nun einen historischen Rückschlag. Immerhin: Seinen Platz an der Spitze der Weltrangliste wird er bis zum Jahresende behalten.