Ein Urlaub in Thailand endet für zwei Deutsche tödlich. Am Freitagabend gegen 21.45 Uhr Ortszeit wurden ein 64-jähriger Mann und eine 63-jährige Frau in Khao Lak in der südthailändischen Provinz Phang Nga von einem Pick-up erfasst. Beide erlagen noch am selben Abend ihren schweren Verletzungen. Wie RTL und eine bei der "Zeit" veröffentlichte dpa-Meldung berichten, waren die beiden als Urlauber in der Region.
Der Fahrer des Wagens hielt nach dem Zusammenstoß zunächst nicht an. Am Samstagnachmittag stellte sich der 37-Jährige schließlich auf der Polizeiwache in Khao Lak. Dabei brachte er auch den beschädigten Pick-up mit. Die Beamten stellten das Fahrzeug als Beweismittel sicher.
Nach Angaben der Polizei räumte der Mann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein. Ihm werden laut Bericht unter anderem fahrlässige Tötung sowie fahrlässiges oder rücksichtsloses Fahren vorgeworfen. Außerdem soll er nach dem Unfall nicht angehalten, keine Hilfe geleistet und den Zusammenstoß nicht umgehend gemeldet haben.
Der Unfall ereignete sich an einem Fußgängerübergang. Die beiden Urlauber waren laut Polizei vom Mittelstreifen in Richtung eines Restaurants unterwegs, als sie von dem Pick-up erfasst wurden. Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen zeigen, dass der Fahrer weiterfuhr, "obwohl die Ampel Rot zeigte".
In einem ersten Bericht war der mögliche Rotlichtverstoß noch nicht von der Polizei bestätigt worden. Nach Auswertung der Überwachungskamera stützen die Ermittler diesen Ablauf nun laut dem späteren Bericht.
Die beiden Deutschen wurden nach dem Zusammenstoß medizinisch versorgt, starben jedoch noch am selben Abend. Woher sie innerhalb Deutschlands stammten, war zunächst nicht bekannt.
Offen ist zudem, ob Alkohol oder Drogen bei dem Unfall eine Rolle spielten. Die Polizei ließ das Blut des 37-Jährigen darauf untersuchen. Ergebnisse lagen zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht vor. Sollten entsprechende Substanzen nachgewiesen werden, könnten weitere Vorwürfe gegen den Mann hinzukommen.
Die Leichen der beiden Urlauber wurden zur Obduktion in ein Krankenhaus auf Phuket gebracht. Das weitere Vorgehen soll mit den Angehörigen sowie der deutschen Botschaft abgestimmt werden.