Seit mittlerweile zwei Jahren zieht sich die Sanierung eines Gemeindebaus in der Putzendoplergasse in Wien-Liesing dahin – und sorgt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern für wachsenden Ärger. Ein Abschluss der Bauarbeiten ist derzeit nicht in Sicht, wie ORF Wien berichtet. Im Gegenteil: Wegen neu entdeckter Schäden muss das Projekt sogar erneut ausgeschrieben werden.
Das Gebäude ist seit Langem komplett eingerüstet, die Balkone bleiben gesperrt. Auch im Inneren zeigt sich die belastende Situation: Die Gegensprechanlage funktioniert seit Tagen nicht mehr, auf den Gängen liegen Kabel teilweise offen herum.
Besonders hart trifft es langjährige Bewohner. "Es hat geheißen, bis 2027 soll alles fertig sein. Dabei haben wir die Fenster schon 1995 bekommen – ich war mit ihnen zufrieden, es ist keine Feuchtigkeit reingekommen. Auch die Balkone waren alle schön gefliest, aber das wurde alles herausgerissen", schildert eine Mieterin dem ORF.
Bei Wiener Wohnen zeigt man Verständnis für den Unmut. Als Grund für die Verzögerung nennt man unerwartete Schäden, die erst während der Arbeiten sichtbar wurden. "Mit Beginn der Arbeiten ist festgestellt worden, dass gröbere Schäden sowohl an der Fassade als auch am Dach vorliegen. Diese Schäden waren vorher nicht sichtbar, sie waren erst nach der Öffnung erkenntlich", so ein Sprecher.
Für die Bewohner in der Putzendoplergasse heißt es dennoch weiter Geduld haben: Mit einem Ende der Arbeiten wird frühestens im Sommer 2028 gerechnet.