Es wäre ein Comeback wie aus dem Bilderbuch! Slalom-Olympiasiegerin Petra Vlhova will bei den Winterspielen in Mailand/Cortina wieder angreifen. Die 30-jährige Slowakin kämpft nach zwei Jahren Leidenszeit um die Startfreigabe – besonders für ihren Lieblingsbewerb, den Slalom am 18. Februar.
"Es mag im Moment ein bisschen verrückt klingen, aber obwohl nur wenig Zeit bis zu den Olympischen Spielen bleibt, habe ich mich entschieden, um die Chance zur Teilnahme zu kämpfen", verkündete Vlhova emotional in den Sozialen Medien. Ob sie tatsächlich am Start stehen wird, entscheidet sich aber erst kurzfristig – nämlich 48 Stunden vor dem Slalom.
Der Weg dorthin war alles andere als leicht: Am 20. Jänner 2024 hatte sich Vlhova bei ihrem Heimrennen in Jasna schwer am Knie verletzt. Im März 2025 musste sie erneut unters Messer – Knorpelschäden machten die Reha besonders langwierig. "Ich hatte kein Leben mehr. Ich konnte nichts mehr machen, nicht laufen, nicht Radfahren, nicht Skifahren", erzählte Vlhova später über diese dunkle Phase.
Doch jetzt meldet sich die Weltmeisterin von 2019 (Riesenslalom) mit einer echten Motivationsansage zurück: "Ich habe den medizinischen Check bestanden. Mein Team hat mich für 100 Prozent fit erklärt – ich kann wieder voll angreifen."
Mit bislang 31 Weltcupsiegen und sechs WM-Medaillen zählt Vlhova zu den ganz Großen im Ski-Zirkus. Ihr letzter Triumph liegt über ein Jahr zurück – im Jänner 2024 in Kranjska Gora. Umso größer ist die Sehnsucht nach einem sportlichen Ausrufezeichen bei Olympia.