Zwei persönliche Episoden beschreiben Hirscher ideal

Experte Marc Giradelli analysiert für "Heute" den Ski-Zirkus.
Experte Marc Giradelli analysiert für "Heute" den Ski-Zirkus.Bild: GEPA-pictures.com
"Heute"-Experte Marc Giradelli beschreibt anhand kurzer Anekdoten, was Marcel Hirscher immer so schnell gemacht hat.
Zwei persönliche Episoden beschreiben Marcel Hirscher für mich am besten. Es war vor ein paar Jahren, als ich ihn zehn Tage vor dem Weltcupstart in Sölden traf. Er war entspannt, wirkte auf mich wie frisch aus dem Urlaub. Wir redeten, lachten gemeinsam. Sieben Woche später sahen wir uns wieder.

Marcel hatte gerade in Alta Badia triumphiert. Sein dritter oder vierter von sechs Siegen in Serie. Er kam mit der Trophäe auf mich zu, ich streckte die Hand aus, wollte gratulieren. Marcel sah mich an, sah mich aber nicht.

Hirscher konnte eine Schutzmauer um sich aufzubauen. Stein für Stein. So hoch, dass er keinen mehr sah und hörte. Er blendete alles aus. Darum war er der Beste. Heute tritt der dominanteste Skifahrer aller Zeiten ab.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Viele sagen zu früh. Ich will das nicht beurteilen. Ich hörte nach 14 Knie-OPs auf, weil ich die Stiegen zu den Gondeln nur noch seitlich raufsteigen konnte. Da sagten alle: "Zu spät." Hirscher war aber auch zwölf Jahre dabei, acht davon dominierte er. Weil er beim körperlichen Training komplett neue Maßstäbe setzte, zudem tüftelte wie keiner vor ihm. Was jetzt kommt: Rallyefahrer, Balletttänzer – egal! Genieß dein neues Leben, Marcel.

Hirscher tritt am Mittwochabend zurück. Hier alle Infos zum großen Auftritt, live im TV.

(SeK)

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