Freiwilliger Verzicht

09. September 2018 15:22; Akt: 09.09.2018 15:53 Print

So "überlebt" Hinteregger ohne ein Smartphone

ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger hat sich für ein Leben ohne Smartphone und Social Media entschieden. Aber wie erfährt er jetzt von Trainingsterminen?

Zum Thema
Fehler gesehen?

Marko Arnautovic ist bei der Nationalmannschaft für kreative Wort-Kreationen zuständig, wie sein jüngster Versprecher beweist.

Martin Hinteregger wiederum kann man durchaus als "Querdenker" des ÖFB-Teams bezeichnen. So taucht der Kärntner am liebsten im Trainingsanzug auf, wenn seine Kollegen die neueste Luxus-Mode präsentieren – doch auf so etwas hat der Hobby-Jäger keinen Bock.

Seit kurzem verweigert Hinteregger auch Smartphone und Social Media. Eine bewusste Entscheidung, die dem 26-Jährige laut eigener Aussage ein angenehmes Leben beschert.

"Das muss jeder für sich selbst wissen. Ich habe diesen Weg eingeschlagen und für mich ist das sehr gut", erklärt der Augsburg-Legionär jetzt beim ÖFB-Camp in Bad Waltersdorf. "Du benutzt das Handy nur, wenn du einen Anruf kriegst oder einen Anruf tätigen willst, und das passiert eigentlich ganz selten am Tag." Die Vorteile? "Man hat sehr viel Zeit für andere Dinge. Man lenkt sich nicht ab, wenn man nichts zu tun hat, sondern wenn man nichts zu tun hat, hat man halt nichts zu tun."

Teammanager versorgen "Hinti" jetzt mit News

Stellt sich nur die Frage, wie Hinteregger eigentlich von Trainingsterminen oder ähnlichen, oftmals kurzfristig angeräumten Verpflichtungen erfährt? Bei seinen Kollegen erscheint in diesem Fall einfach eine Nachricht in einem Messenger-Dienst wie "Whatsapp". "Das ist kein Problem, die mannschaftsinterne Kommunikation hat auch in Prä-Smartphone-Zeiten funktioniert", erzählt der Verteidiger. "Mich setzen jetzt die jeweiligen Teammanager über die wesentlichen Dinge in Kenntnis."

Der Erfolg bestätigt Hintereggers Herangehensweise, mit vier Punkten aus zwei Spielen ist er mit Augsburg mehr als ordentlich in die neue Saison gestartet. Jetzt gilt sein ganzer Fokus aber dem Nations-League-Auftakt in Bosnien-Herzegowina am Dienstag. "Sie sind in Schlagdistanz, wir können durchaus drei Punkte holen", weiß Hinteregger auch ohne Smartphone. Als Abwehrspieler wird er es dabei mit Bosniens Star-Spieler Edin Dzeko zu tun bekommen: "Er hat eigentlich keine Schwächen."


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Heute Sport)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.