Im "Heute"-Talk

11. Juli 2019 07:07; Akt: 11.07.2019 10:48 Print

Vastic: "Jetlag von Marko Gefahr für Nationalteam"

von Martin Huber - Ivica Vastic, Ex-Legionär in Asien, warnt Marko Arnautovic nach seinem China-Transfer vor den Reisestrapazen zum Nationalteam.

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Österreichs Topverdiener im Sport. Dominic Thiem und Marcel Hirscher nicht in den Top drei. Mit Anna Veith nur eine Frau im Ranking. Die Sponsoren-Deals und selbst viele der Gehälter sind streng geheim. Sie wurden folgend geschätzt und gerundet. Platz 12: Anna Veith, 2 Millionen Euro Durch schwere Verletzungen konnte sie im Vorjahr kaum Preisgelder einfahren. Durch ihren hohen Werbewert nimmt sie von Milka, Head, Rauch und kleineren Sponsoren trotzdem jede Menge ein. Platz 11: Michael Raffl, 2,4 Millionen 2,35 Millionen Gehalt bei den Philadelphia Flyers plus kleinere Werbe-Einnahmen. Platz 10: Bernd Wiesberger, 2,7 Millionen Der Golfer zählt in seinem Weltsport zur Elite. Rund 2 Millionen Preisgeld pro Saison. Raiffeisen und Co. spülen wohl einen hohen, sechsstelligen Betrag in die Kassen. Platz 9: Toto Wolff, 3,5 Millionen Der Mercedes-Teamchef soll rund 3,5 Millionen Jahresgage cashen. Vor seinem Tod soll Kumpel Niki Lauda als Vorstands-Boss bei den Silberpfeilen rund 2 Millionen kassiert haben. Platz 8: Michael Grabner, 3,7 Millionen Sein stolzes Gehalt bezieht der NHL-Crack in Arizona. In Sachen Werbung hält sich der Kärntner zurück. Platz 7: Jakob Pöltl, 3,9 Millionen Der NBA-Star spielt bei den San Antonio Spurs für 3,7 Millionen Gage, macht zusätzlich Werbung für Google. Platz 6: Marcel Hirscher, 4,1 Millionen Euro Rund 0,6 Millionen davon sind Preisgelder, der Rest aus lukrativen Deals mit Atomic, Raiffeisen und Co. Hirscher ist das wohl begehrteste Werbe-Testimonial. Und teuerste ... Platz 5: Marcel Sabitzer, 5,5 Millionen Für ihn sprengte RB Leipzig bei der letzten Vertragsverlängerung die alte Gehaltsobergrenze um eine Million Euro. Daheim polarisiert der ÖFB-Teamspieler. In Leipzig hält man große Stücke auf ihn. Platz 4: Dominic Thiem, 6,5 Millionen 4,5 Millionen Preisgeld, weitere 2 Millionen von der Bank Austria, Kia und anderen Sponsoren. Platz 3: Ralph Hasenhüttl, 6,7 Millionen Die Gehälter der englischen Trainer wurden erst kürzlich enthüllt. Der Luxusvertrag bei Southampton ist in diesem Ranking wohl die größte Überraschung. Der österreichische Trainer sticht beim Premier-League-Mittelständler sogar Arsenal-Coach Unai Emery gehaltstechnisch aus. Platz 2: Marko Arnautovic, 12 Millionen Arnie folgte dem Ruf des Geldes nach China. Bei SIPG Shanghai verdient er künftig 12 Millionen im Jahr. In Sachen Sponsoring scheint sich Bruder und Agent Danijel in den vergangenen Jahren weniger ins Zeug gelegt zu haben. Einzig Ausrüster Puma steht auf der Liste. Platz 1: David Alaba, 13 Millionen Euro im Jahr Bei den Bayern verdient er rund elf Millionen Jahresgehalt. Die Deals mit Coca Cola und Adidas bringen weitere zwei Millionen.

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Hundert Fans empfingen Marko Arnautovic am neuen Arbeitsplatz. Ex-Austria-Kicker Sun Xiang, jetzt im Management bei Shanghai SIPG, wartete am Flughafen Pudong, legte ihm den roten Schal um den Hals. "Arnie", mit 25 Millionen Euro der teuerste Sommertransfer in China, schrieb fleißig Autogramme.

Heute verrät Arnautovic seine Ziele

Heute wird er offiziell präsentiert, redet er über Ziele, wird die Rückennummer verraten. Seine Sieben ist heilig beim neuen Klub, frei seit Ikone Wu Lei, der jetzt bei Espanyol Barcelona stürmt, wechselte.

Elf Stunden reiste Arnautovic von Frankfurt kommend an. Teil seines neuen Lebens. Zum Nationalteam wird er per Direktflug nach Wien zehn Stunden und 15 Minuten benötigen. Bequem in der Business Class sitzend, das ist im Vertrag so fixiert.

Vastic sagte Nationalteam-Spiele ab

Ivica Vastic, 2002 Asien-Legionär bei Nagoya Grampus in Japan, kennt die Strapazen, die auf Arnautovic zukommen – und warnt im "Heute"-Gespräch: "Es wird schwierig. Der Jetlag von Marko ist eine Gefahr für die Leistungen im Team. Ich habe das selbst erlebt. Du reist sofort nach Spielen, schläfst kaum, kannst dich nicht erholen."
Vastic sagte deshalb sogar Spiele für das Team unter Nationalteam-Trainer Hans Krankl ab und beschreibt den schwierigen Spagat. "Der Klub zahlt viel Geld für Marko, entsprechend viel wird auch erwartet."

Vastic: "Ich fühlte mich müde"

Auch Vastic flog übrigens Business Class zum Team. "Das änderte nichts, die Reise kostet Kraft." Marc Janko, der 20 Stunden aus Sydney zum Team reiste, lebte bereits am Tag vor der Abreise nach österreichischer Zeit. "Ich tat das nie“, erklärt Vastic. "Du bist ja nur kurz da, fliegst Stunden nach dem Match zurück. Es bleibt keine Zeit, dich an eine Zeit zu gewöhnen. Ich habe mich müde gefühlt, aber jeder Mensch steckt das anders weg."


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