Reaktionen auf den Anschlag

15. März 2019 11:49; Akt: 15.03.2019 14:54 Print

"Die logische Konsequenz anti-muslimischer Hetze"

Nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch zeigt sich Österreich geeint. Die Reaktionen auf die Terror-Taten.

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Der Schmerz einer Nation steht ihr ins Gesicht geschrieben: Nach der größten Schießerei in der Geschichte Neuseelands vom 15. März 2019 mit 50 Toten nimmt Premierministerin Jacinda Ardern vor den Medien Stellung. In einen Hidschab gehüllt, trifft die Staatschefin Angehörige der Terroropfer. Immer wieder umarmt sie muslimische Frauen und versucht, Trost zu spenden. Auch in der Hauptstadt Wellington besucht sie eine Moschee, um dort Blumen niederzulegen. Ihr seid nicht allein, ihr seid ein Teil von uns, so ihre Botschaft an die etwa 50.000 Muslime im Land. Blumen vor der Masjid Moschee in Wellington. Viele zeigen mit Blumen und Kerzen ihre Anteilnahme. Einige Angehörige warten vor dem Krankenhaus gebangt auf Neuigkeiten. Die Flagge vor dem Parlament in Wellington steht als Zeichen der Trauer auf Halbmast. In Dhaka, Bangladesh, betet man für die Opfer von Neuseeland. Angehörige warten vor einem Spital. Überlebender Ramzan Ali. Ein festgenommener Tatverdächtiger wurde wegen des Mordes angeklagt. Muslime in Bangladesch beten für die Opfer der Christchurch-Moschee-Attacken in Neuseeland. Muslime vor der Baitul Mukarram National Moschee in Dhaka, Bangladesh. Sie beten für die Opfer des Terrorakts in Neuseeland. Zeugen auf der Deans Avenue vor der Al Noor Moschee. Neuesten Informationen zufolge gibt es fast 50 Verletzte. Premierministerin Jacinda Ardern spricht von einem der "dunkelsten Tage des Landes". Die Al Noor Mosque in der Deans Avenue in Christchurch. Hier wurden 41 Personen getötet. Polzeisprecher Mike Bush erklärte, dass vier Personen festgenommen wurden. Polizisten im ganzen Land würden für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Die Polizei spricht mittlerweile von 49 Toten. Dutzende Personen wurden verletzt. Der Schütze soll die Tat gefilmt haben. Vier verdächtige Personen wurden festgenommen. Es handelt sich laut Behörden klar um einen "rechtsextremen, ausländerfeindlichen Terrorakt". Premierministerin Andern spricht von 40 Todesopfern und Dutzenden Verletzten. Neuesten Informationen zufolge soll es sich um einen "rechtsextremen Terrorakt" handeln. Polizeisprecher Mike Bush bestätigte, dass Moscheen geschlossen bleiben. In zwei Moscheen der neuseeländischen Stadt Christchurch sind Schüsse gefallen. Die Polizei bestätigt mehrere Todesopfer. Die Zahl der Opfer war noch unklar. Vier verdächtige Personen wurden festgenommen. Große Teile der Stadt wurden abgeriegelt und Schulen geschlossen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, zuhause zu bleiben. Über die Hintergründe war zunächst nichts bekannt.

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"Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien drückt der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ebenso wie in Neuseeland ihr Mitgefühl, ihre Solidarität und ihr Entsetzen ob des verbrecherischen Anschlages gegen zum Gebet versammelte Muslime in Christchurch aus", heißt es in einer Aussendung.

"Hier haben Extremisten Menschen aus nur einem Grund ermordet: Weil sie Muslime waren. Dieser Menschenhass ist Gift für die Welt. In Gedanken bin ich bei den Angehörigen der Opfer und wünsche den Verletzten baldige Genesung", so IKG-Präsident Oskar Deutsch.

"Eine solche grausame und bösartige Tat muss aufs Schärfste verurteilt werden"

"Der Terroranschlag Christchurch ist ein schrecklicher und barbarischer Anschlag auf Menschen, die beten und anbeten wollten. Eine solche grausame und bösartige Tat muss aufs Schärfste verurteilt werden. Unsere Solidarität gilt den Menschen in Neuseeland, unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Angehörigen, Freunden", so Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

"Ich bin schockiert und traurig über den Terroranschlag auf eine Moschee in Christchurch. Mein herzliches Beileid gilt den Verletzten, den Familien der Opfer und den Menschen in Neuseeland", so Bundeskanzler Sebastian Kurz. "Der Terroranschlag in Neuseeland macht mich tief betroffen. Dieser barbarische Akt ist auf das Schärfste zu verurteilen. Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen der Opfer und den Neuseeländern", so Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

"Leider ist dieser Terroranschlag die logische Konsequenz anti-muslimischer Hetze"

"Schockiert von den grauenhaften Gewalttaten in Christchurch" zeigt sich auch Außenministerin Karin Kneissl: "Die abscheulichen Terrorattacken müssen verurteilt werden. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Österreich steht mit Neuseeland in tiefster Sympathie."

Aufs Schärfste verurteilt den Anschlag auch Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ): Meine Gedanken und Gebete in diesen Stunden gelten den Hinterbliebenen der Ermordeten. Leider ist dieser Terroranschlag die logische Konsequenz anti-muslimischer Hetze. Daher wird es auch für uns in Österreich nicht reichen, lediglich den Terror zu verurteilen. Die Politik muss aktiv und glaubwürdig gegen anti-muslimische Hetze vorgehen. Endgültig."

"Das ist ein alarmierendes Ereignis, welches deutlich klar macht, wie ernst Hassbotschaften genommen werden müssen"

"Erschüttert haben uns heute morgen die Nachrichten über den Terroranschlag Rechtsradikaler in Neuseeland erreicht", berichtet die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ). "Während des Freitagsgebets schossen mehrere Terroristen in die Masse der Betenden und ermordeten dabei fast 50 Menschen, darunter Frauen und Kinder, und Dutzende wurden verletzt. Heute sind wir mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Familien, die um ihre Liebsten trauern müssen. Das ist ein alarmierendes Ereignis, welches deutlich klar macht, wie ernst Hassbotschaften genommen werden müssen und was die Konsequenzen von Hetze und Feindlichkeit sein können."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Salomon am 16.03.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    .......

    Es ist interessant und zum Nachdenken, warum zu diesem Bericht keine "kritischen" Kommentare zugelassen werden.

  • seven am 16.03.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Armenier

    Was ist mit den 1,5 millionen christlichen Armeniern die die Türken 1915 ermordet haben.

  • PeterKarl am 16.03.2019 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Anschlag war feig und furchtbar.

    Aber..wie die moslemischen Anschläge in Europa waren, habe ich von moslemischen Regierungschef s kein Wort von Abscheu und Entsetzen gehört.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mal ehrlich am 19.03.2019 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Logische Konsequenz?!

    Ümit Vural beschreibt diesen Anschlag als eine logische Konsequenz der Hetze? Ich glaube das hat nicht mit Logik zu tun, und auch nicht mit rationalem Verstand. Das war ein Psychopath, der radikalisiert wurde und nie wieder das Tageslicht sehen sollte. Jeder Mensch hat eine Meinung, aber die wenigsten machen so etwas.

  • Censorship am 18.03.2019 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hetze?

    War Charlie Hebdo, war Manchester, Nizza,... das Ergebnis Antichristlichter Hetze?? Jetzt verstecken sich IS Feiglinge hinter entführten, versklavten "Ungläubigen"... DAS kann nicht der Auslöser für diesen ehrlosen Mörder in Neuseeland gewesen sein? Man ist Meister im kleinreden moslemischer Attentate und in der Opferrolle... Mein Beileid an alle Hinterbliebenen, meine Verachtung für Propagandisten a la Erdogan....

  • schurkraid am 17.03.2019 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    also.

    wenn bei christen was passiert kommt immer nur ne kurze melden is wars und ende hier wird wieder taram gemacht als ob due menschen mehr wert wären ich fühl mich als christ langsam diskrimimiert

    • Nor Nach am 17.03.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

      Seltsame Wahrnehmungsstörung!

      Es ist genau umgekehrt! Also vergessen Sie Ihr Gefühl, sondern achten Sie auf die Fakten. Das hilft beim ungetrübten Blick auf die Welt...

    • Censorship am 18.03.2019 11:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Nor Nach

      Sie meinen, so wie sich Erdogan uneingeladen, in die erste Reihe schmuggelte, beim Trauermarsch für Charlie Hebdo.. Er hat dieses Massaker für seine persönliche Werbung MISSBRAUCHT!

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  • Kannitverstan am 16.03.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequent

    Ob wir da mitreden sollten sei dahingestellt, von antimuslimischer Hetze in Neuseeland haben wir absolut keine Ahnung. Nur von aktiver muslimischer Gewalt wissen wir, kommen doch einige Protagonisten gerade wieder nach Österreich zurück.

  • PeterKarl am 16.03.2019 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Anschlag war feig und furchtbar.

    Aber..wie die moslemischen Anschläge in Europa waren, habe ich von moslemischen Regierungschef s kein Wort von Abscheu und Entsetzen gehört.

    • Norvame Nachmane am 17.03.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      Blind und taub?

      Das liegt aber ausschließlich an Ihnen und Ihrer Ignoranz gegenüber den verfügbaren Informationen. Nach jedem islamistischen Anschlag gab es von Regierungs- und Religionsvertretern von islamischen Ländern IMMER Stellungnahmen, die den Terror gegen Unschuldige vehement und eindeutig ablehnen.

    • T O M am 17.03.2019 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      Leeeesen!

      Ich kann dem Vorigen (Blind und taub) nur Recht geben!

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