Die Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft 2025 hält sich in Grenzen – zumindest im Handel. Das zeigt eine aktuelle Analyse des IHaM-Instituts in Linz: 30Prozent der Österreicher zwischen 16 und 74 Jahren wollen heuer weniger für Geschenke ausgeben als im Vorjahr.
Schockierend: 15 Prozent planen sogar, überhaupt keine Präsente zu kaufen. Das entspricht rund 1,01 Millionen Menschen, die heuer ganz auf Weihnachtsgeschenke verzichten. In einer IMAS-Umfrage aus dem Jahr 2024 haben nur vier Prozent angegeben, keine Präsente zu besorgen.
Nur 7Prozent möchten heuer tiefer in die Tasche greifen, fast die Hälfte (48Prozent) bleibt beim Vorjahresbudget.
Besonders bei Haushalten mit geringem Einkommen wird gespart – obwohl fast alle Familien mit Kindern trotzdem Geschenke kaufen.
In Österreich lag die jährliche Inflationsrate im September 2025 bei rund 4,0%. Zum Vergleich: Im Euroraum betrug die Inflation nur etwa 2,0%. Damit liegt Österreich deutlich über dem Schnitt – was zusätzlichen Druck auf Haushalte und Konsum ausübt.
Auch die Chefs im Einzelhandel sind skeptisch: Der Erwartungswert zur Geschäftslage im vierten Quartal liegt weiterhin im Minus – trotz leichter Erholung im Vergleich zum Vorjahr. "Ein nachhaltiger Aufschwung ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten", sagt Handelsexperte Ernst Gittenberger vom IHaM-Institut.
In Deutschland ist die Lage noch düsterer – dort liegt der Erwartungswert der Handelsmanager für das Weihnachtsquartal bei minus 27 Prozentpunkten.