Mitte August hat HAKA Küchen (HAKA ist eine Abkürzung für den Namen des Gründers Karl Hackl) aus Traun Insolvenz angemeldet, jetzt folgte der nächste Verfahrensschritt: Am Freitag fand die Prüfungstagsatzung am Landesgericht Linz statt. Laut Gläubigerschützer Creditreform wurden dabei Forderungen in Höhe von 10,5 Millionen Euro angemeldet – 7,3 Millionen wurden anerkannt, 2,3 Millionen bestritten.
Betroffen sind laut Bericht 317 Dienstnehmer und 94 weitere Gläubiger. Trotz der Schieflage wird der Betrieb fortgeführt, aktuell sind noch 119 Mitarbeiter beschäftigt.
Geschäftsführer Gerhard Hackl, der das Unternehmen in dritter Generation führt, nennt laut Bericht der "OÖN" eine Kombination aus äußeren Umständen und eigenen Fehlern als Gründe für die Krise. Energie- und Personalkosten seien gestiegen, gleichzeitig sanken die Umsätze – besonders im Osten Österreichs.
Auch die KIM-Verordnung, die die Kreditvergabe für Wohnbauprojekte deutlich erschwert hat, habe die Situation verschärft: "Es werden einfach zu wenige Häuser gebaut. Selbst wenn der Neubau anzieht, dauert es zwölf bis 18 Monate, bis die Küche gekauft wird", so Hackl. Der Neubau macht bei Haka mehr als die Hälfte des Geschäfts aus.
Zudem hatte Haka Anfang 2024 die Bademöbelproduktion von Villeroy & Boch in Mondsee übernommen – 80 Mitarbeiter inklusive. Doch der neue Bereich erwies sich als Verlustgeschäft und konnte nicht kostendeckend geführt werden. Trotz der finanziellen Turbulenzen will HAKA die Kurve kriegen – mit einem Sanierungsplan und einem klaren Ziel: das Ruder noch einmal herumzureißen.