"Das Angebot wirkt. Unsere Anrufsammeltaxis sind die optimale Ergänzung im öffentlichen Nahverkehr", freut sich Niederösterreichs Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) über die Erfolgsbilanz leoPOLDI-Busse. "2025 waren erstmals über 100.000 Fahrgäste damit unterwegs, das entspricht einer Steigerung von über 25 Prozent im Jahresvergleich", fasst der Politiker zusammen.
Die Rufbusse wurden von Fachleuten der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H., kurz NÖVOG, entwickelt, gemeinsam mit Verkehrsunternehmen umgesetzt und im Auftrag des Landes laufend weiterentwickelt. Sie verkehren nicht nach fixem Fahrplan, sondern nur auf Bestellung – entweder über die poldi App oder telefonisch.
"Wir sehen, dass Mobilität auf Knopfdruck in Niederösterreich funktioniert", sagt Landbauer und sieht einen Grund dafür in ihrem zielgenauen Einspringen dort, "wo Regionalbusse und Bahnen an ihre Grenzen stoßen, also im ländlichen Raum und vor allem dann, wenn man sie braucht." Das sei ein schöner Erfolg, den man gemeinsam mit den Fahrgästen erreicht habe. Zugleich sei es ein Auftrag, das Angebot stetig zu verbessern.
Das leoPOLDI-Angebot ergänzt Bus und Bahn derzeit in fünf Umsetzungsregionen: im westlichen Mostviertel, in Maria-Anzbach, in Ebreichsdorf, im Bezirk Korneuburg sowie in Tulln. Ein Sonderfall hierbei ist das Projekt "Bezirk Korneuburg mobil". Es wurde allerdings erst im November 2024 gestartet, weshalb hier keine Jahres-Vergleichszahlen existieren. Dennoch sind auch hier deutliche Zuwächse erkennbar: Waren im Jänner 2025 rund 600 Personen mit den Anrufsammeltaxis im Bezirk Korneuburg unterwegs, so waren es im Dezember 2025 bereits etwas über 830 Fahrgäste.
Das Projekt wird von insgesamt 13 Gemeinden finanziert und vom Land Niederösterreich gefördert. Die in Pilotregionen gesammelten Erfahrungen und Kundenrückmeldungen werden laut von Fachleuten der NÖVOG ausgewertet. Die Ergebnisse sollen dann zur laufenden Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich dienen. Ziel sei es, ein optimales Gesamtangebot aus klassischen Linienverkehren wie Bahnen und Regionalbussen zusammen mit Anrufsammeltaxis auf weitere Regionen auszurollen.
Auch die Geschäftsführung der NÖVOG zieht eine positive Bilanz: "Unsere flexiblen Angebote werden in allen unseren niederösterreichischen Pilotprojekten gut angenommen. Die insgesamt über 100.000 Fahrgäste in allen Projekten sind ein toller Erfolg und gleichzeitig Auftrag an unsere Fachleute, weiter mit Herzblut und hohem Engagement an optimalen Lösungen zu arbeiten – sei es bei den Leopoldi Regionalbussen und in diversen Stadtverkehren, sei es bei den neueren, bedarfsgesteuerten leoPOLDI Anrufsammeltaxis," so die NÖVOG Geschäftsführer Michael Hasenöhrl und Wolfgang Schroll.
Die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Niederösterreich hat ein Ziel: Öffis sollen als optimale, stabile und verlässliche Ergänzung zum eigenen Pkw positioniert werden. Anrufsammeltaxis stellen hierfür aus Sicht der Beteiligten einen zunehmend wichtigen Baustein dar.