Ein dramatischer Einsatz hielt am Donnerstag (29. Oktober) zahlreiche Rettungskräfte in Radenthein (Bezirk Spittal an der Drau) auf Trab. Ein 102-jähriger Bewohner eines Altenwohnheimes war seit dem Nachmittag spurlos verschwunden. Stunden später wurde der betagte Mann in einem Bach entdeckt.
Gegen 17 Uhr schlug die Heimleitung Alarm. Der 102-Jährige war zuletzt gegen 15 Uhr gesehen worden. Sofort startete eine groß angelegte Suchaktion. Bergrettung, Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte durchkämmten das Stadtgebiet und die umliegenden Gebiete.
Gegen 19 Uhr kam schließlich der entscheidende Hinweis: Eine Frau hatte in der Nähe ihres Wohnhauses die Hilferufe eines Mannes gehört und den Notruf gewählt.
Die Einsatzkräfte entdeckten den Vermissten am südlichen Ufer des Riegerbaches im Bereich der Villacherstraße. Der 102-Jährige stand bis zum Bauch im Wasser und klammerte sich verzweifelt an einen Ast. Er war bereits so geschwächt, dass er sich nicht mehr selbst aus seiner misslichen Lage befreien konnte.
Polizisten zogen den Mann schließlich aus dem Bach. Nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz wurde er ins Krankenhaus Spittal an der Drau gebracht. Glücklicherweise erlitt der Pensionist nur leichte Verletzungen.
Nach ersten Erkenntnissen dürfte der 102-Jährige in der Dunkelheit die Orientierung verloren haben und in den Bach gerutscht sein.
Allein von Bergrettung und Feuerwehr standen 63 Einsatzkräfte im Einsatz. Dazu kamen weitere Helfer. Für den 102-Jährigen ging der dramatische Abend glimpflich aus. Dank der aufmerksamen Frau, die seine Hilferufe hörte, konnte er rechtzeitig gerettet werden.