Manchester City droht eine Strafe mit enormer Tragweite. Nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien wurde der englische Spitzenklub in 114 von 115 Anklagepunkten wegen Verstößen gegen die Finanzregularien der Premier League für schuldig gesprochen.
Wie hart es den amtierenden FA-Cup-Sieger trifft, ist noch offen. Die eigens eingesetzte Kommission hat das Strafmaß noch nicht verkündet. Im Raum stehen laut den Berichten eine hohe Geldstrafe, Punktabzüge, die Aberkennung von Meistertiteln – und im Extremfall sogar ein Zwangsabstieg.
Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum von 2009 bis 2018. In diesen Jahren gewann Manchester City drei englische Meistertitel. Dem Klub werden unter anderem falsche Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen sowie unvollständige Informationen über Trainer- und Spielergehälter vorgeworfen.
City selbst hält sich bedeckt. "Das Verfahren der Premier League dauert an. Es sind noch wesentliche Schritte zu absolvieren und es unterliegt strenger Vertraulichkeit", erklärte ein Klubsprecher gegenüber "The Athletic". Der Verein hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und kann gegen die Entscheidung noch vorgehen.
Es wäre nicht die erste empfindliche Sanktion gegen die "Citizens". Bereits 2014 war der Klub wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay der UEFA angeklagt worden. Ein zunächst verhängter zweijähriger Ausschluss aus der Champions League wurde später vom Internationalen Sportgerichtshof CAS in eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro umgewandelt.