Ein dramatischer Eiskletter-Unfall in den Julischen Alpen rief am Samstag auch Kärntner Retter auf den Plan: In der Prisojnik-Nordwand in Slowenien stürzten zwei Eiskletterer ab. Laut Angaben soll es sich um zwei Slowenen, einen Mann und eine Frau, handeln.
Die Alarmierung für den Einsatz kam über die Flugeinsatzstelle Klagenfurt, für die Bergung wurde die ARA Flugrettung angefordert. "Wir sind von Fresach aus gestartet und waren binnen 15 Minuten vor Ort", schildert ARA-Geschäftsführer Thomas Jank gegenüber der "Kleinen Zeitung".
Nach einem kurzen Erkundungsflug konnte die Besatzung die Verunfallten lokalisieren. Den Informationen zufolge dürften die beiden rund 15 Meter tief abgestürzt sein.
Weil das Gelände schwierig war – eine etwa 45 Grad steile Eisrinne, die zudem mit Schnee bedeckt ist – entschied sich das Team für eine Crashbergung. "Bei dieser Art der Bergung wird der Flugretter alleine ohne Arzt zum Patienten abgelassen", erklärt Jank.
Die Frau zog sich demnach eine schwere Fußverletzung zu. Sie wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Villach geflogen.
Der Seilpartner der verletzten Frau konnte nicht mehr über mehrere kleine Wasserfälle absteigen. Auch er wurde schließlich per Rettungswinde von den Flugrettern geborgen. Einsätze dieser Art kommen nicht so oft vor, betont Jank. "Wir fliegen selten über die Grenze", sagt er.