Großprojekt in Hietzing

15-Minuten-Takt geplant – Baustart für Verbindungsbahn

Der Ausbau der Verbindungsbahn startet am Freitag. Laut Wirtschaftskammer bringt das Projekt der Stadt Wien 248,5 Millionen Euro und sichert Jobs.
Thomas Peterthalner
17.09.2026, 11:17
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In Wien-Hietzing steht eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte vor dem Baustart. Am Freitag erfolgt der offizielle Spatenstich zur Attraktivierung der Verbindungsbahn. Planungsstadträtin Ulli Sima (SP), Infrastrukturminister Peter Hanke (SP) und ÖBB-Chef Andreas Matthä werden dazu erwartet. Die Hauptarbeiten starten noch im September 2026 im Nordabschnitt zwischen Wien-Hütteldorf und der Schrutkagasse in Hitzing.

15-Minuten-Takt für die S80 geplant

Mit dem Ausbau soll die Verbindungsbahn langfristig deutlich leistungsfähiger werden. Geplant ist unter anderem ein 15-Minuten-Takt der S 80. In Wien-Hietzing sollen außerdem zwei neue Haltestellen gebaut werden, die Station Speising wird modernisiert. Im ersten Bauabschnitt wird die neue Haltestelle Wien "Hietzinger Hauptstraße" errichtet. Zwischen dem Wiental und der Beckgasse soll die Bahn künftig teilweise in Hochlage geführt werden.

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WKW: "Entscheidender Standortfaktor"

Die Wirtschaftskammer Wien erwartet davon einen kräftigen wirtschaftlichen Impuls vom Bau der Verbindungsbahn. "Eine leistungsfähige Stadt braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Gute Erreichbarkeit ist für Betriebe heute ein entscheidender Standortfaktor, für Kunden genauso wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Ausbau der Verbindungsbahn stärkt Wien deshalb weit über die unmittelbare Strecke hinaus", sagt WK-Wien-Präsidentin Margarete Kriz-Zwittkovits.

250 Millionen Euro für Wien

Zum Baustart veröffentlichte die Wirtschaftskammer eine Analyse zu den wirtschaftlichen Auswirkungen. Demnach werden rund 511,5 Millionen Euro investiert. Dadurch soll in Wien ein Beitrag zum Bruttoregionalprodukt von 248,5 Millionen Euro entstehen. Rund 2.270 Arbeitsplätze sollen geschaffen oder gesichert werden. Für ganz Österreich wird mit einem BIP-Effekt von rund 402,9 Millionen Euro gerechnet.

Vorständin Judith Engel (ÖBB Infrastruktur) und Geschäftsführerin Karin Zipperer (Verkehrsverbund Ost-Region).
ÖBB/Andreas Scheiblecker

Betriebe besser erreichbar

Langfristig setzt die Wirtschaftskammer vor allem auf die bessere Erreichbarkeit durch die ausgebaute Bahnstrecke. Entlang der West-Ost-Achse zwischen Hütteldorf, Meidling und Aspern befinden sich neun Betriebszonen mit insgesamt rund 910 Hektar Betriebsflächen.

"Interessen der Hietzinger vertreten"

Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl will deshalb genau darauf achten, dass die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. "Als Bezirksvorsteherin ist es meine Pflicht, die Interessen der Hietzingerinnen und Hietzinger zu vertreten und die Einhaltung der Auflagen zum Schutz der Anrainerinnen und Anrainer und der Umwelt einzufordern", so Zinkl.

Kleingartensiedlung muss weichen

Grundlage für die Umsetzung ist die behördliche Genehmigung nach dem langjährigen Verfahren rund um das Projekt. Für Hietzing bringt der Ausbau in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen bei Bahnquerungen und Verkehrswegen mit sich, eine Kleingartensiedlung soll weichen.

pet,17.09.2026, 11:17
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