Darum stach Messer-Teenie zu

17-Jähriger in Zelle – "Habe inneren Drang zum Töten"

In St. Peter am Ottersbach drang ein Lehrling (17) nachts in sein Nachbarhaus ein, tötete einen Pensionisten, verletzte dessen Frau. Jetzt spricht er.
Christian Tomsits
27.04.2026, 12:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Mit Hammer und Messer bewaffnet, verschaffte sich der 17-jährige Fleischlehrling Martin E.  (Name geändert) mitten in der Nacht auf Mittwoch Zugang zum Haus seiner Nachbarn (84, 80). Das Paar schlief tief und fest, wurde vom Klirren der Fensterscheibe der Balkontüre geweckt. Kurz darauf stach der Teenager wie wild auf die beiden Opfer ein, für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Seine Frau wurde schwer verletzt, konnte Hilfe rufen. Da flüchtete der Verdächtige auf die Straße, konnte blutverschmiert von Polizisten festgenommen werden, sitzt seither in der Justizanstalt Graz-Jakomini ein. "Ich habe einen inneren Drang zum Töten und der wurde immer stärker", erklärt er sich seinen unfassbar grausamen Gewaltausbruch. "Ich musste es tun." Seine Fleischerlehre stehe sicher im Zusammenhang mit der im Jugendalter entwickelten "Lust am Töten", die das Motiv zur Tat gewesen sein soll.

Die Opfer habe er nicht gekannt und ausgesucht, weil er mit wenig Gegenwehr gerechnet hatte. Warum der Bursch, der gemeinsam mit seinem Bruder bei seinen Eltern im Ort aufwuchs, plötzlich zum gefährlichen Gewalttäter wurde, scheint für alle in seinem Umfeld unerklärlich. "Er war unauffällig", hört man Anrainer über ihn sagen.

Anwältin Astrid Wagner verteidigt künftig den 17-Jährigen.
Sabine Hertel

Star-Anwältin Astrid Wagner vertritt den Burschen künftig, konnte ihn bereits in Graz besuchen. "Mein Mandant dürfte seelisch schwer krank sein. Ich hoffe, dass er bald gerichtspsychiatrisch untersucht wird", sagt sie. Der Verdächtige bleibt bei seinem Geständnis, das er auch schon vor den Kripo-Beamten abgegeben hatte. Das Tatmesser wurde noch am Tatort sichergestellt – das Obduktionsgutachten des männlichen Opfers steht noch aus.

Die einzige gute Nachricht: Dem weiblichen Opfer geht es nach "Heute"-Infos bereits besser, sie ist "stabil" und dürfte "über den Berg" sein. Zumindest körperlich könnte sich die Pensionistin erholen, die seelischen Wunden bleiben ihr wohl bis an ihr Lebensende. Die möglicherweise kranke Psyche des 17-Jährigen muss nun ein Gutachter ergründen. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 27.04.2026, 12:03, 27.04.2026, 12:00
Jetzt E-Paper lesen