Wiener Fußball-Welten liegen derzeit 17 Punkte auseinander!
Während Rapid nach neun Bundesliga-Runden mit 24 Zählern von der Tabellenspitze lacht, steckt Erzrivale Austria mit mageren sieben Punkten tief im Tabellenkeller.
Vor dem Wiener Derby am 1. November in der Generali Arena (17 Uhr, live ORF 1 und Sky) könnte die Stimmung bei den beiden Traditionsklubs kaum unterschiedlicher sein.
Die Hütteldorfer eilen unter Trainer Johannes Hoff Thorup von Sieg zu Sieg. Acht Erfolge aus neun Spielen stehen in dieser Saison zu Buche. Die Austria hingegen kassierte bereits sechs Niederlagen und muss sogar den Absturz ans Tabellenende fürchten. Schlusslicht Wolfsberg liegt noch zwei Zähler zurück.
Die jüngste Bundesliga-Runde machte den Unterschied zwischen den beiden Wiener Großklubs noch deutlicher. Während Rapid seine Tabellenführung mit einem 3:1 gegen Hartberg festigte, kassierte die Austria in Ried eine bittere 2:3-Pleite.
In Hütteldorf herrscht dagegen Hochstimmung. Lediglich gegen Salzburg musste sich Rapid bisher geschlagen geben.
Besonders beeindruckend ist die Heimbilanz. Alle fünf Partien im Allianz Stadion konnte Grün-Weiß in dieser Saison gewinnen. Einen derart starken Heimstart hatte Rapid zuletzt in der Saison 1987/88 hingelegt.
Trainer Johannes Hoff Thorup sieht darin einen deutlichen Fortschritt. "Vor fünf Monaten wäre das ein Unentschieden gewesen. Oder vielleicht hätten wir sogar verloren. Aber jetzt haben wir es gewonnen", erklärte der Däne nach dem Hartberg-Spiel.
Besonders brisant: Hoff Thorup hat mit Rapid mittlerweile gegen fast jeden aktuellen Bundesligisten gewonnen. Nur ein Gegner fehlt ihm noch in seiner persönlichen Sammlung: die Wiener Austria.
"Jetzt bleibt nur noch ein Gegner übrig", lachte der Rapid-Coach nach dem Hartberg-Sieg und schickte damit eine klare Ansage nach Favoriten.
Am 1. November bekommt der Däne die Gelegenheit, diese Rechnung zu begleichen. Dann steigt das große Wiener Derby in der Generali Arena.
Für Austria-Trainer Stephan Helm wird die Situation immer unangenehmer. Mit nur zwei Siegen aus neun Spielen liegen die Veilchen auf Rang zehn.
Dabei könnte sich der Abstand bis zum direkten Duell sogar noch vergrößern. Die Austria muss am 23. Oktober zunächst auswärts gegen Altach antreten, Rapid empfängt einen Tag später Austria Lustenau.
Das Wiener Derby verspricht damit eine besonders brisante Ausgangslage.