Sportlich war das Grazer Derby zwischen Sturm und dem GAK mit dem 6:1 der Schwarz-Weißen eine klare Angelegenheit. Abseits des Rasens spielten sich allerdings erschreckende Szenen ab. Rund um das Stadion in Liebenau kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Videos in den sozialen Medien und diversen Fan-Foren zeigen gewalttätige Auseinandersetzungen. Bereits vor Spielbeginn flogen beim GAK-Fanmarsch (rund 500 Personen) Leuchtraketen in die Menschenmenge der Sturm-Anhänger.
Zwei Polizisten sollen laut "Kleine" durch Böller schwer verletzt worden sein.
Vor dem Businesscenter kam es zum direkten Zusammenstoß von Vertretern beider Fanlager – schockierende Videos zeigen exzessive Gewalt. Unter die GAK-Fans sollen sich auch Hooligans ausländischer Vereine gemischt haben.
Im Stadion wurde Pyrotechnik aus dem GAK-Sektor geworfen. Das Spiel stand auf der Kippe, Maßnahmen bis hin zum Abbruch standen im Raum.
Schockierende Szenen spielten sich auch auf dem Feld ab: Bei einem Zusammenstoß zwischen GAK-Star Jacob Italiano und Sturm-Goalie Daniil Khudyakov verletzte sich der Keeper schwer.
Khudyakov zog sich eine Unterschenkelfraktur zu, musste noch am Sonntag operiert werden und wird den "Blackys" lange fehlen.
GAK-Präsident Rene Ziesler versprach eine Sichtung des Videomaterials und Konsequenzen, sagte bei "Sky": "Also, wir verurteilen das aufs Heftigste. Dafür gibt es überhaupt keine Entschuldigung. Ich glaube, das ist heute ein Fußballfest. Es sind so viele Leute da, wir haben ein volles Haus. Ich glaube, die Fans haben sich auch immer mehr daran gewöhnt, dieses Grazer Derby wieder zu erleben, bei dem sonst eine sehr, sehr friedliche Stimmung herrschte. Aber so etwas ist unentschuldbar."
Sturm-Präsident Christian Jauk: "Was ich im Vorfeld an Videos bekommen habe, in denen normale Fans attackiert werden, dazu möchte ich jetzt nichts sagen."