Diesen Fußball-Sonntag wird Marcel Koller nicht so schnell vergessen!
Österreichs Ex-Teamchef erlebte mit dem FC Zürich im Schweizer Cup ein Debakel. Gegen den unterklassigen FC Aarau setzte es eine bittere 0:2-Pleite. Doch schon vor dem Anpfiff ging bei den Zürchern einiges schief.
Der Mannschaftsbus des FCZ verirrte sich auf dem Weg zum Stadion Brügglifeld. Baustellen und Straßensperren wegen eines Fanmarsches machten die Anreise zur Geduldsprobe. Koller war nach dem Spiel alles andere als begeistert.
"Es wäre möglich, dass man als Heimklub den Weg signalisiert", ärgerte sich der 65-Jährige über die Verkehrsführung. Dann legte er mit einer pikanten Vermutung nach: "Aber vielleicht ist das auch Absicht gewesen. Ich weiß es nicht."
Eine Ausrede für die anschließende Cup-Blamage wollte Koller daraus allerdings nicht machen. "Daran hat es nicht gelegen", stellte der frühere ÖFB-Teamchef klar.
Auf dem Rasen lief es für die Zürcher nämlich kaum besser als auf der Straße. Nach einem ordentlichen Beginn verlor der Favorit zunehmend die Kontrolle. Ausgerechnet Ex-FCZ-Stürmer Daniel Afriyie wurde zum Albtraum seines ehemaligen Klubs. Der 25-Jährige traf in der 66. und 81. Minute und schoss Aarau damit ins Cup-Achtelfinale.
Für Koller wird die Luft nach dem peinlichen Ausscheiden nicht gerade dünner. Der FC Zürich scheiterte bereits im Vorjahr in der zweiten Cup-Runde an einem unterklassigen Gegner. Damals folgte kurz darauf eine Trainerentlassung.
Ob ihm nun ein ähnliches Schicksal droht? Koller reagierte auf die Frage mit trockenem Humor.
"Ich kann mich ja nicht selber entlassen. Von daher ist das keine Frage für mich", erklärte der 65-Jährige und konnte sich trotz der bitteren Niederlage ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Während Aarau nach schwierigen Wochen einen überraschenden Erfolg feierte, steht Koller mit seinem FC Zürich vor unangenehmen Fragen. Der Schweizer Zweitligist hatte zuletzt selbst mit sportlichen Problemen und zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, warf den Favoriten aber dennoch aus dem Bewerb.