Der 6:1-Kantersieg gegen den GAK geriet bei Sturm Graz zur Nebensache. Nach der schweren Verletzung von Tormann Daniil Khudyakov herrschte bei den Spielern und Verantwortlichen große Betroffenheit. Trainer Fabio Ingolitsch gab nach dem Derby bei "Sky" erste Einblicke in den Gesundheitszustand des Keepers. Seine Schilderungen machten deutlich, wie ernst die Lage ist.
"Er wird gerade operiert. Scheinbar ist es ein glatter Bruch. Sie haben am Platz alles versucht, damit zumindest die Gefäße nicht absterben, weil es schon eine sehr, sehr schwere Verletzung ist", erklärte der Sturm-Coach.
Zu der folgenschweren Szene war es bei einem Zweikampf zwischen Khudyakov und GAK-Profi Jacob Italiano gekommen. Der Sturm-Goalie wollte den Ball im eigenen Strafraum klären, Italiano versuchte ihn zu erobern. Dabei kam es zum unglücklichen Zusammenprall.
Wie sehr die Verletzung die Mannschaft mitgenommen hatte, schilderte Jürgen Heil nach dem Spiel. "Ich bin noch immer geschockt. Die Bilder, die man sieht, die bleiben im Kopf. Man sieht wie der Fuß weg steht", beginnt Heil seine emotionale Schilderung: "Egal ob schwarz oder rot, dem Spieler will man dann am schnellsten helfen. Es hat Spieler gegeben, die Tränen in den Augen nach der Verletzung hatten."
Trotz des Schockmoments setzte Sturm das Derby fort und feierte am Ende einen deutlichen 6:1-Erfolg. Ingolitsch zeigte sich nach der Partie vor allem vom Zusammenhalt seiner Mannschaft beeindruckt.
"Hut ab vor der Mannschaft. Das ist charakterlich der beste Haufen den ich je trainiert habe. Wie die Jungs zusammenstehen und arbeiten spricht für sie. Der Sieg ist heute nicht nur für Sturm Graz sondern auch für Khudy."