Nur 45 Minuten dauerte David Alabas Heimdebüt in der Startelf von Udinese Calcio. Dann war für den ÖFB-Kapitän bereits Schluss. Beim 0:3 gegen US Lecce erwischte der 34-Jährige einen rabenschwarzen Nachmittag, wurde nach einem Fehler zur Halbzeit ausgewechselt. Die italienischen Medien gingen anschließend hart mit dem ehemaligen Real-Madrid-Star ins Gericht.
"Kaum wiederzuerkennen" sei Alaba, urteilte das Fußballportal "tuttomercatoweb.com". Der Österreicher wirke auf dem Platz "völlig verloren" und sei derzeit "nicht in Form – und das sieht man".
Besonders beim zweiten Gegentreffer machte Alaba keine gute Figur. In der 33. Minute unterlief der Verteidiger beim Stand von 0:1 einen Kopfball im eigenen Strafraum. Lecce-Angreifer Konan N'Dri nutzte den Fehler und erhöhte auf 2:0.
Trainer Kosta Runjaic zog bereits zur Pause die Konsequenzen. Alaba musste in der Kabine bleiben, für ihn kam der erst 18-jährige Matteo Palma ins Spiel.
Doch nicht nur Alaba stand nach dem Schlusspfiff in der Kritik. Die gesamte Mannschaft musste sich nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage in Serie den Ärger der eigenen Anhänger gefallen lassen.
Von "ohrenbetäubenden Pfiffen" berichtete die "Gazzetta dello Sport". Die italienische Sportzeitung fand ebenfalls deutliche Worte für den Auftritt der Hausherren: "Udinese liegt erneut am Boden, von Lecce regelrecht überrollt."
Schon zur Halbzeit hätte der Rückstand demnach deutlich höher ausfallen können. Am Ende stand eine klare 0:3-Niederlage, die die sportliche Krise des Klubs weiter verschärft.
Dabei sollte der ehemalige Bayern-Star eigentlich für mehr Stabilität in der Defensive sorgen. Erst Ende September war Alaba nach seinem Vertragsende bei Real Madrid nach Udine gewechselt. Seinen ersten Einsatz absolvierte er beim 1:2 gegen Torino, als er in der 73. Minute eingewechselt wurde. Gegen Lecce durfte der 34-Jährige erstmals von Beginn an ran – und erlebte eine herbe Enttäuschung.