Sturm gewinnt das 204. Grazer Derby gegen den GAK verdient mit 6:1. Überschattet wurde die Partie allerdings von der folgenschweren Verletzung des Tormanns Daniil Khudyakov. Christopher Cvetko (10.) brachte den Underdog in Führung. Nach der Verletzung ihres Goalies drehte Sturm dann die Partie auf den Kopf und zerlegte die Roten. Luca Weinhandl (37.), Jürgen Heil (39.), Oumar Diakite (41., 49., 51.) mit einem Dreierpack und Jon Gorenc Stankovic (75.) sorgten für den Sieg der Schwarz-Weißen. Endstand in Graz Liebenau: 6:1.
Nach der 0:3-Niederlage in der Europa League gegen den AFC Bournemouth findet Sturm nun in der Bundesliga wieder zurück in die Erfolgsspur. Durch den "Dreier" hält das Team von Fabio Ingolitsch bei 17 Punkten und ist Tabellen-Vierter. Für den GAK endet dagegen eine Ungeschlagen-Serie, die Roten wurden zuvor in vier Liga-Spielen nicht besiegt. Das Team von Gerald Scheiblehner hält weiterhin bei neun Punkten und liegt auf dem achten Platz.
Christopher Cvetko brachte den GAK praktisch mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung. Der Mittelfeldspieler nutzte die Unordnung im Strafraum von Sturm und traf mit einem satten Halbvolley in der zehnten Minute zum 1:0 für den Underdog. Praktisch im Gegenzug fiel beinahe der Ausgleich: Stankovic hielt einen Abschluss von Sturms Diakite (11.) stark.
In der 22. Minute folgte dann der große Schock auf beiden Seiten. Sturms Goalie Daniil Khudyakov verletzte sich bei einer unglücklichen Aktion schwer und wurde anschließend vom Platz transportiert.
Danach drehte Sturm richtig auf und die Partie komplett auf den Kopf – traf innerhalb von fünf Minuten dreimal. Weinhandl (37.) glich zunächst aus, Heil (39.) traf zur Sturm-Führung und Diakite (41.) stellte auf 3:1. Weitere Tore von Diakite (43.) und Joshua Quarshie (45+7.) zählten wegen einer Abseitsstellung nicht.
Nach dem Seitenwechsel ging es genauso weiter. Diakite (50., 51.) schockte den GAK nach Wiederanpfiff prompt, schlug innerhalb von zwei Minuten gleich doppelt zu und stellte auf 5:1 für Sturm. Die Schwarz-Weißen schalteten danach einen Gang zurück. Ingolitsch (60.) wechselte gleich dreifach um Kräfte zu schonen.
Die einzigen auffälligen Aktionen des GAK kamen derweil aus dem Fansektor und nicht vom Platz. Die Anhänger der Roten zündeten wiederholt Pyrotechnik. Marc Grosse (65.) lief alleine aufs Sturm-Tor zu, verlor jedoch das Tempo und wurde abgedrängt – der eingewechselte Helac hielt gut. Stattdessen legte Sturm noch einmal nach, Gorenc Stankovic köpfte nach einem Eckball freistehend zum 6:1 ein.