Aus der Traum von der Tabellenführung! Freiburg kassierte am sechsten Spieltag der deutschen Bundesliga seine erste Saisonniederlage. Die Mannschaft von ÖFB-Teamverteidiger Philipp Lienhart verlor bei Bayer Leverkusen mit 1:2, rutscht auf Platz drei ab. Bayern München und Borussia Dortmund ziehen an den Breisgauern vorbei.
Dabei erwischen die Freiburger einen Start nach Maß. Shootingstar Derry Scherhant bringt die Gäste bereits in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Doch die Freude währt nur fünf Minuten: Ibrahim Maza schlägt für Leverkusen zurück, stellt in der 19. Minute auf 1:1.
Danach entwickelt sich ein umkämpftes Duell, in dem die Entscheidung lange auf sich warten lässt. In der 76. Minute wird Maza erneut zum Schlüsselspieler. Der Algerier bereitet den Treffer von Patrik Schick vor, der die Partie endgültig zugunsten der Werkself dreht.
Für Freiburg ist die Niederlage besonders bitter: Statt die Tabellenführung zu verteidigen, fällt der Klub auf Rang drei zurück. Leverkusen schließt nach Punkten zu den Breisgauern auf, liegt auf Platz vier.
Schon vor dem ersten Treffer gibt es Aufregung in der BayArena. Freiburger Fans werfen aus Protest gegen strenge Auflagen für mitgebrachte Fan-Utensilien Tennisbälle auf den Rasen. Die Partie muss rund fünf Minuten unterbrochen werden. SC-Trainer Julian Schuster ist über die Aktion seiner eigenen Anhänger sichtlich verärgert.
Über das Goldtor für Leverkusen jubelt Schick. Für den tschechischen Torjäger ist es bereits der sechste Treffer im sechsten Bundesligaspiel – neuer Vereinsrekord für Bayer Leverkusen.
Die Werkself feiert damit ihren fünften Pflichtspielsieg in Folge. Schon unter der Woche hatte Leverkusen beim 4:0 gegen Lech Posen in der Europa League überzeugt. Freiburg war mit einem 3:2 gegen Jablonec erfolgreich in die Conference League gestartet.
Der große Gewinner des Spieltags heißt Bayern München. Der Rekordmeister fertigte RB Leipzig am Samstag mit 6:1 ab und steht mit 14 Punkten wieder an der Tabellenspitze. Borussia Dortmund kommt nach einem torlosen Remis bei Union Berlin ebenfalls auf 14 Zähler, liegt wegen der schlechteren Tordifferenz aber auf Rang zwei.
Freiburg hält bei 13 Punkten, Leverkusen folgt mit ebenfalls 13 Zählern auf Platz vier.
Für Lienhart und seine Freiburger wartet bereits die nächste große Herausforderung: Am kommenden Sonntag gastiert ausgerechnet Tabellenführer Bayern München im Breisgau. Dann bietet sich die Chance zur sofortigen Revanche im Kampf um die Bundesliga-Spitze.