Die Rote Laterne der österreichischen Bundesliga bleibt in Wolfsberg – der WAC kassiert die fünfte (!) Liga-Niederlage in Serie, verliert gegen die WSG Tirol mit 0:2 und bleibt damit das Tabellenschlusslicht. Dabei hätten die Kärntner die Möglichkeit gehabt, mit einem Sieg an Altach und der Austria vorbeizuziehen.
Stürmer Moritz Wels (38.) und Innenverteidiger David Kubatta (60.) bescherten den Gästen den verdienten Sieg und sorgen dafür, dass es jetzt auch für WAC-Trainer Thomas Silberberger richtig eng wird.
Die WSG kehrt nach Niederlagen gegen Rapid (0:3) und Ried (1:2) wieder zurück in die Erfolgsspur und schiebt sich mit nun elf Punkten auf den sechsten Tabellenplatz vor. Der Negativ-Trend der Kärntner geht hingegen weiter. Nach neun Spielen hält der WAC bei einem Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Fünf Punkte hat das Silberberger-Team auf dem Konto – gleichbedeutend mit dem letzten Tabellenplatz.
In einer äußerst ereignisarmen ersten Hälfte hätte Giacomo Vrioni (20.) den WAC beinahe mit einem Slapsticktor in Führung gebracht. WSG-Goalie Salko Hamzic ließ sich bei einem harmlosen Abschlag zu lange Zeit, Vrioni presste dazwischen – der Ball kullerte an die Stange. In der 34. Spielminute nahm sich Dominic Fitz ein Herz und hielt aus der Distanz drauf. Sein Abschluss ging knapp drüber.
Dann legte die WSG einen Zahn zu: Olakigbe (35.) schlenzte den Ball vom Sechzehner knapp am langen Eck vorbei. Drei Minuten später stand es dann 1:0. Die WAC-Defensive schlief nach einem Freistoß komplett. Matthäus Taferner steckte auf Wels durch, der nur noch einschieben musste. Die Wolfsberger kamen vor der Pause noch zu einer Doppelchance (44.), Diabate und Fitz scheiterten jedoch aus kurzer Distanz.
Die Gäste legten nach der Pause direkt nach. Zunächst vergab Wels (55.) nach feiner Flanke das 2:0. Dann machte es Innenverteidiger Kubatta (60.) besser. Der Deutsche drehte sich nach einem Freistoß um seinen Gegner, schloss trocken ab und erhöhte für die WSG. Sechs Minuten später verpasste Thomas Goiginger aus kurzer Distanz das 3:0. Die große Schluss-Offensive der Wolfsberger blieb aus, stattdessen kamen die Gäste nach Kontern zu Gelegenheiten – der eingewechselte Murat Satin (88.) schloss zu zentral ab.