Jetzt ist klar, warum David Alaba bei der 0:3-Blamage von Udinese gegen Lecce schon zur Halbzeit ausgewechselt wurde.
Nicht die durchwachsene Leistung des ÖFB-Kapitäns war ausschlaggebend, sondern körperliche Probleme. Trainer Kosta Runjaic erklärte nach dem Spiel, dass Alaba über Beschwerden geklagt hatte.
"Er hat ein Ziehen in der Wade gespürt, deshalb habe ich ihn ausgewechselt", stellte der Udinese-Coach klar. Wie schwer die Beschwerden tatsächlich sind und ob Alaba eine Pause droht, ist noch offen.
Dabei hatte der Österreicher bei seinem Startelf-Debüt keinen einfachen Nachmittag erlebt. Beim zweiten Gegentreffer sah der ehemalige Real-Madrid-Star unglücklich aus. Italienische Medien gingen mit dem 34-Jährigen anschließend hart ins Gericht, sprachen von einem "völlig verlorenen" Abwehrchef.
Sein Trainer sieht die Leistung allerdings völlig anders. Runjaic nahm Alaba nach der Niederlage ausdrücklich in Schutz. "Bis auf Alaba und Davis hat heute keiner seine Form erreicht", erklärte der 55-Jährige, der selbst schwer angezählt ist
Der gebürtige Wiener fand lobende Worte für den ÖFB-Star: "David hat es gut gemacht."
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Runjaic dagegen überhaupt nicht zufrieden. Nach der deutlichen Niederlage fand er drastische Worte. "Das war unser schlechtestes Spiel überhaupt."
Die Pleite verschärft die sportliche Krise des italienischen Erstligisten. Udinese steckt im Tabellenkeller, der Druck auf Runjaic wächst. Ausgerechnet die Verpflichtung von Alaba sollte der verunsicherten Defensive mehr Stabilität verleihen.
Stattdessen kassierte der Klub gegen Lecce drei Gegentore und musste den ÖFB-Star vorzeitig vom Platz nehmen.
Für Alaba bleibt damit nach seinem Startelf-Debüt vor allem die Sorge um seine Wade. Ob der 34-Jährige bereits beim nächsten Spiel daheim gegen Milan (Sonntag, 20.45 Uhr) fit ist, wird sich zeigen.