Am Hauptbahnhof in Wiener Neustadt schreitet der Ausbau der Nordeinfahrt voran. Am Wochenende wurde eine erste Hilfsbrücke eingehoben, um den Zugverkehr während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Eine zweite Brücke soll am kommenden Wochenende folgen.
Die provisorischen Konstruktionen sind notwendig, damit die bestehenden Gleise weiter genutzt werden können, während darunter neue Bauwerke entstehen.
Im Zuge der Arbeiten werden unter anderem die Eisenbahnbrücke über die "Warme Fischa" sowie eine Geh- und Radwegunterführung neu errichtet. Die rund 30 Meter langen und etwa 80 Tonnen schweren Hilfsbrücken ermöglichen, dass der Bahnverkehr trotz der umfangreichen Bauarbeiten ohne Unterbrechung weiterläuft.
Der Ausbau sieht vor, die Einfahrt in den Bahnhof von derzeit drei auf vier Gleise zu erweitern. Damit soll die Kapazität erhöht und der Betrieb flexibler gestaltet werden. Wiener Neustadt gilt als wichtiger Bahnknoten südlich von Wien, an dem mehrere Strecken zusammenlaufen.
Neben dem zusätzlichen Gleis umfasst das Projekt auch den Neubau beziehungsweise die Anpassung mehrerer Brückenbauwerke, darunter bei der Fischauer Gasse, der Pöckgasse und der Kollonitschgasse. Auch eine neue Straßenunterführung bei der Pöckgasse ist geplant. Die Unterführung bei der "Warmen Fischa" wird für die Bauarbeiten ab Ende August bis Jänner 2027 gesperrt.
Die Bauarbeiten sind Teil eines Infrastrukturprojekts, das bis 2029 abgeschlossen werden soll. Die ÖBB investieren dafür rund 170 Millionen Euro.