Grünes Licht für ein Großprojekt im Mühlviertel: Das Land Oberösterreich hat den UVP-Bescheid für das Projekt "Stromversorgung Mühlviertel" genehmigt. Geplant ist eine 110-kV-Freileitung zwischen Rohrbach und Waldburg sowie ein neues Umspannwerk in Bad Leonfelden.
Die Leitung soll rund 40 Kilometer lang werden und durch 12 Gemeinden führen. Insgesamt sind etwa 170 Masten vorgesehen. Nach einer 21 Monate dauernden Umweltverträglichkeitsprüfung mit 18 Fachbereichen wurde das Projekt nun als umweltverträglich eingestuft.
Für Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder ist das Projekt ein wichtiger Schritt: "Ein leistungsfähiges Netz ist die Grundlage dafür, dass wir erneuerbare Energien dorthin bringen können, wo sie gebraucht werden." Die Leitung sichere langfristig die Stromversorgung im Mühlviertel.
Die Genehmigung ist allerdings an zahlreiche Umweltauflagen gebunden. So müssen etwa Fledermäuse geschützt und für gefällte Bäume Ersatzquartiere geschaffen werden. Auch Ameisenhügel entlang der Trasse müssen gesichert werden. Für rund 1,5 Hektar Rodungen ist eine Aufforstung vorgesehen.
Kritik kommt von den NEOS. Energiesprecherin Karin Doppelbauer spricht von einem falschen Signal: "Wer 2026 noch eine Freileitung mit rund 170 Masten baut, entscheidet sich gegen die modernere Lösung eines Erdkabels." Auch NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer hält es für einen Fehler, die Leitung nicht als Erdkabel umzusetzen.