Für die Linzer Chemiefirma Esim gibt es nach der Millionen-Pleite jetzt einen Hoffnungsschimmer. Das Unternehmen, das unter anderem Pflanzenschutzmittel herstellt, war im Oktober 2025 mit 118 Millionen Euro Schulden in die Insolvenz gerutscht. Jetzt läuft die Suche nach einem Käufer auf Hochtouren.
Die "Krone" berichtet jetzt, dass es laut Masseverwalter aktuell mehrere Interessenten aus Europa und Asien gibt. Das Ziel ist klar: Schon im April soll ein unterschriebener Kaufvertrag vorliegen. Damit könnte der Standort im Linzer Chemiepark gesichert werden - und auch viele Jobs.
Ganz fix ist der Deal aber noch nicht. Offen sind noch der Kaufpreis, Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten sowie die Zustimmung von Banken, Insolvenzgericht, Gläubigerausschuss und womöglich auch der Kartellbehörde.
Trotzdem zeigt sich der Masseverwalter zuversichtlich. Aus jetziger Sicht soll allen Dienstnehmern eine Perspektive geboten werden können. Der Betrieb läuft laut Insolvenzverwaltung inzwischen wieder stabil. Die Produktion sei nahtlos angelaufen, Kunden und Lieferanten würden verlässlich mitziehen, auch die Liquidität für die Fortführung sei gesichert. Finanziert wird das zusätzlich mit einem Bankenkredit.
Die Pleite hat dennoch deutliche Spuren hinterlassen. Vor der Insolvenz beschäftigte Esim noch 289 Mitarbeiter. Aktuell sind es rund 200. Mitte Jänner war der Personalstand zwischenzeitlich sogar auf 181 gesunken.
Hinter dem Absturz standen laut bisherigen Angaben mehrere Probleme gleichzeitig: harter Wettbewerbsdruck aus Asien, der Wegfall wichtiger Abnehmer und zu hohe Fixkosten für die zuletzt geringere Produktionsmenge.