Mit einem IQ von 133 gilt Maya Upmann (18) offiziell als hochbegabt. Bei "Wer wird Millionär?" brachte die junge Frau aus der Nähe von München Günther Jauch (70) trotzdem an den Rand der Verzweiflung, und das schon bei der 1.000-Euro-Frage.
Upmann war eine von acht 18-Jährigen, die zum Auftakt der "3-Millionen-Euro-Woche" auf RTL antreten durften. Wer in einer regulären Ausgabe mindestens 16.000 Euro erspielt, hat im Finale am Donnerstag die Chance, um drei Millionen Euro zu spielen.
Ihr Lebenslauf liest sich beeindruckend. Die Schule habe ihr großen Spaß gemacht, heuer im Frühjahr legte sie ihr Abitur ab. Ihr Notendurchschnitt? "Leider nur 1,7. Aber ich habe nebenbei noch andere Dinge gemacht", so die 18-Jährige.
Jauch zählte auf: Hochbegabtenklasse, die elfte Klasse übersprungen, schon im vierten Semester an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Landessiegerin bei der Philosophie-Olympiade, Hospitanz im Bundestag und obendrauf noch der Bootsführerschein.
Umso überraschender, woran die Studentin dann ins Grübeln kam. Bei welchem Land braucht man für die Einwohnerinnen einen Umlaut, für die Einwohner aber nicht? Zur Wahl standen Frankreich, Niederlande, Portugal und Bulgarien. Upmann dachte laut über "Bulgarierinnen" nach. Die gebe es nicht, warf Jauch ein. "Wieso? Sind die da alle männlich?", wunderte sich die Kandidatin. Richtig heißen sie natürlich Bulgarinnen.
Der Quizmaster wandte sich daraufhin an die mitgereiste Mutter: "Wenn Sie mir jetzt sagen, dass Sie nie weiter als bis in den Bayerischen Wald gefahren sind, ist das in Ordnung hier." Doch die verriet: "Nein, sie ist durch die ganze Welt gereist." Die Tochter drehte sich empört um: "Jetzt fall mir nicht in den Rücken!"
Um ihre Gedanken zu sortieren, verlangte Upmann sogar Stift und Zettel. "Was schreiben Sie denn um Himmels willen da jetzt drauf?", fragte Jauch irritiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit und mit viel Hilfe des Moderators landete sie schließlich bei Frankreich, also den Französinnen. Den Stift wollte sie danach lieber behalten. Jauchs trockener Kommentar: "Werden Sie halt Politesse. Da haben Sie immer was zu schreiben."
Auch bei den nächsten Fragen grübelte die 18-Jährige laut, lief durchs Studio und machte Jauch sichtlich nervös. "Jetzt wissen Sie mal, wie ich mich fühle und was in meinem Kopf los ist. Das ist schrecklich", meinte sie.
Bei 16.000 Euro war dann Schluss. Gefragt war, was sich auf der zu Indien gehörenden North Sentinel Island befindet, die seit Jahrzehnten Sperrgebiet ist. Nach dem 50:50-Joker blieben "isoliertes Volk" und "Stein der Weisen" übrig. Upmann rief eine Nachbarin als Telefonjoker an, und die tippte auf den Stein der Weisen. Falsch! Die Kandidatin stürzte auf 500 Euro ab und verpasste das Finale.
"Mega geil", lautete ihr sarkastisches Fazit. Jauch versuchte zu trösten: "Sie waren eine der unterhaltsamsten Kandidatinnen in der Geschichte von 'Wer wird Millionär?'." Und "ausnahmsweise" durfte sie seinen Stift doch noch behalten. Den will die 18-Jährige jetzt zu Geld machen.