Unsere Redaktion hat einen Augenzeugen erreicht, der den folgenschweren Crash am Mittwochvormittag mit ansehen musste: Er und ein Nachbar waren gerade vor dem Haus gestanden, als ihnen die Maschine – eine P2002JF Sierra – auffiel. Zunächst dachten die beiden noch an ein bewusstes Manöver, beim See seien oft Kunstflieger unterwegs.
Das Flugzeug sei aber auffällig nach unten getaumelt. "Dann ist es immer weiter heruntergekommen", berichtet der Mann. Schnell sei klar gewesen, dass hier kein Kunststück zu sehen war, das Flugzeug fing sich nicht mehr: "Da stimmt irgendwas nicht." Nachdem die Zeugen den Aufschlag gehört hatten, alarmierten sie sofort die Rettung.
Am späten Nachmittag dann die traurige Nachricht: "Es ist nicht davon auszugehen, dass jemand überlebt hat", teilte die Polizei-Pressestelle auf Anfrage mit. Von dort hieß es am Donnerstag dann, dass es sich um zwei Deutsche handeln dürfte. Die genauen Identitäten könne man erst bestätigen, wenn die Insassen geborgen sind.
Fix ist: Das Landeskriminalamt Oberösterreich hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten waren auch schon bei der für den tragisch geendeten Vorfall zuständigen Flugschule. Das hat das Unternehmen aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung gegenüber "Heute" bestätigt.
Die weitere knappe Auskunft: "Wir dürfen leider noch nichts sagen", vertröstete eine Mitarbeiterin am Telefon bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Erhebungen abgeschlossen sind.
Was außerdem feststeht: Das Wrack, das in einer Tiefe von 160 Metern geortet wurde, kann erst am Samstag geborgen werden. Die Einsatzkräfte müssen erstens auf einen Spezialroboter warten. Zweitens lässt die für Freitag prognostizierte schlechte Witterung die Aktion nicht zu.