Noch läuft die Suche auf Hochtouren. Heute, Mittwoch, kurz vor Mittag, stürzte ein Kleinflugzeug in den Attersee. Ein Augenzeuge – er möchte anonym bleiben – beschreibt "Heute" die dramatischen Ereignisse.
Der Mann stand gerade mit einem Nachbarn vor dem Haus, als ihnen das Flugzeug, wahrscheinlich eine Tecnam P2002JF Sierra, auffiel. Zunächst dachten die beiden noch an ein bewusstes Manöver, beim See seien oft Kunstflieger unterwegs. "Ich habe noch gesagt: 'He, schau, ein Kunstflieger'", erzählt der Augenzeuge im Gespräch mit "Heute".
Dann sei die Maschine aber auffällig nach unten getaumelt. "Dann ist es immer weiter heruntergekommen", berichtet der Augenzeuge. Schnell sei klar gewesen, dass hier kein Kunststück zu sehen war, das Flugzeug fing sich nicht mehr: "Da stimmt irgendwas nicht."
"Den Aufschlag haben wir nicht gesehen, weil Bäume davor waren", sagt er. Das Geräusch hätten sie aber gehört. Er und seine Cousine verständigten sofort die Rettungskräfte. Auch andere Zeugen dürften sofort Alarm geschlagen haben.
Seit etwa 11.30 Uhr läuft der Großeinsatz auf dem Attersee. Feuerwehren und Wasserrettung suchten auch am Nachmittag weiter nach dem abgestürzten Flugzeug und den Insassen. Laut dem Augenzeugen ist der See an der betreffenden Stelle rund 80 Meter tief, andere Quellen sprachen von rund 100 Metern oder sogar mehr.
Ein Sonargerät nahm unterdessen Gegenstände in großer Tiefe wahr. Ob es sich dabei tatsächlich um die Maschine handelt, konnte die Polizei gegenüber "Heute" zunächst nicht bestätigen. Die Suche läuft auf Hochtouren, auch Tauchroboter sind im Einsatz.
Die Feuerwehr errichtete außerdem sofort großflächige Ölsperren, um ausgetretene Betriebsstoffe aufzufangen und eine weitere Verschmutzung des Attersees möglichst zu verhindern.