Sekunden vor der Katastrophe dürften sich die Flugwege der beiden Kleinflugzeuge gekreuzt haben: Eine Maschine kehrte nach einem Schleppflug zum Flugplatz zurück, während die zweite gerade gestartet war. In rund 350 Metern Höhe kam es zur tödlichen Kollision – "Heute" berichtete.
Wie der "Kurier" berichtet, hatte eines der Ultraleichtflugzeuge zuvor einen Segelflieger in die Höhe gezogen. Nachdem dieser ausgeklinkt worden war, flog die Zugmaschine eine Kurve in Richtung Flugplatz. Gleichzeitig hob dort das zweite Kleinflugzeug ab. Kurz darauf stießen beide Maschinen zusammen.
Ein technisches Gebrechen wird von Kriminalisten aktuell als eher unwahrscheinliche Absturzursache eingeschätzt. Wie der "Kurier" berichtet, gehen Ermittler eher von einem verhängnisvollen Winkel der beiden Flugzeuge aus.
Es wird vermutet, die Piloten könnten einander trotz des klaren Himmels übersehen haben – etwa in einem "toten Winkel". Eines der Flugzeuge war zum Unfallzeitpunkt bereits länger in 350 Metern Lufthöhe geflogen, das andere war erst kurz zuvor gestartet und hatte gerade erst an Höhe gewonnen.
Bei dem Absturz kamen ein 36-jähriger Unternehmer und ein 70-jähriger Top-Mediziner aus Niederösterreich ums Leben. Beide Maschinen schlugen in Weingärten auf und gingen in Flammen auf. Für die Piloten kam jede Hilfe zu spät.
Die völlig zerstörten Wracks wurden inzwischen sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Krems ordnete Obduktionen an und beauftragte einen Sachverständigen. Auch das Landeskriminalamt und die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes ermitteln. Sie sollen rekonstruieren, wie die beiden Flugzeuge auf Kollisionskurs geraten konnten.