Die Serie geht weiter, am frühen Dienstagabend die nächste schlechte Nachricht: Eine weitere Ansteckung wurde registriert, die Zahl der Infizierten ist damit auf 29 gestiegen. Drei Menschen sind bisher ums Leben gekommen.
Die Stadt Linz war zuletzt um Beruhigung bemüht: "Man sollte nicht in Panik verfallen. Das Trinkwasser ist per se kein Problem", sagte Gesundheitsdirektor Ulrich Püschel zu "Heute". Denn nicht jeder, der Legionellen einatmet, wird auch krank. Und: "Nur in ganz, ganz wenigen Fällen kommt es zur Legionärskrankheit."
Nun hat der städtische Versorger Linz AG im Zuge der Ursachenforschung neue Informationen veröffentlicht: Nach aktuellen Erkenntnissen der Behörden hätten die bisherigen genetischen Analysen noch keinen Nachweis erbracht, dass die betroffene Anlage des Unternehmens eine der Infektionsquellen war.
Die Untersuchungen laufen weiter und werden vom Konzern und der Tochter Linz Strom Gas Wärme GmbH "nach Kräften unterstützt". Die ersten Maßnahmen seien mit 13. August eingeleitet und durchgeführt worden. Dazu zählen u.a.: die intensive Reinigung mit vollständigem Wassertausch, hochdosierte Desinfektionen und laufende Beprobungen.
Vergangenen Montag wurde die betroffene Anlage schließlich auf Trockenbetrieb umgestellt. Mit dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme habe man jede mögliche Bildung von Legionellen ausgeschlossen, betont die Linz AG.
Für die besorgte Bevölkerung wurde jetzt eine Info-Hotline installiert. Sie ist seit heute, Mittwoch, unter Tel. 0732/3400-4004 und per E-Mail ([email protected]) erreichbar. Die genauen Uhrzeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Zusätzlich werden auf linzag.at "wichtige Fragen zum Thema" beantwortet.
Unterdessen betont das Unternehmen einmal mehr, dass die Trinkwasserversorgung nicht betroffen ist. Die betroffene Kühlanlage stehe in keinem Zusammenhang damit, heißt es.