"Nicht in Panik verfallen"

Legionellen in Linz: Stadt hat jetzt wichtige Nachricht

28 Erkrankte, drei Tote: Die Suche nach der Legionellen-Quelle läuft. Die Linz AG informiert jetzt über Maßnahmen an ihrer belasteten Kühlanlage.
Oberösterreich Heute
25.08.2026, 10:16
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Die Legionellen-Welle hält Linz weiter in Atem: Bisher sind 28 Erkrankte bekannt, drei Menschen starben wie berichtet im Zusammenhang mit der Infektion. Jetzt meldet sich die Linz AG selbst zu Wort und gibt ein Update zu ihrer belasteten Kühlanlage an der Wiener Straße.

Das musst du über Legionellen wissen

Legionellen kommen von Natur aus in geringer Konzentration im Wasser vor. Unter bestimmten Bedingungen können sich die Bakterien allerdings stark vermehren – etwa bei großer Hitze, in Warmwasseranlagen großer Gebäude oder in künstlichen wasserführenden Systemen.

Eine Infektion kann die sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Dabei handelt es sich um eine schwere Form der Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Es gibt allerdings auch mildere Verläufe ohne Lungenentzündung. Das sogenannte Pontiac-Fieber klingt meist innerhalb von zwei bis fünf Tagen von selbst ab. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher.

Trinkwasser "nicht betroffen"

Unmittelbar nach dem positiven Legionellen-Befund sei ein ganzes Maßnahmenpaket gestartet worden. Die Anlage wurde intensiv gereinigt, das gesamte Wasser ausgetauscht und mit hoch dosierten Mitteln desinfiziert.

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Am Montag wurde die Kühlanlage in Abstimmung mit der Behörde und Experten zusätzlich auf Trockenbetrieb umgestellt. Damit werde die mögliche Bildung von Legionellen ausgeschlossen, betont die Linz AG. Die Gesundheitsbehörde wurde über den Schritt informiert.

Die wichtigste Nachricht für die Bevölkerung: "Die Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen", so die Linz AG. Auch der Linzer Gesundheitsdirektor Ulrich Püschel hatte gegenüber "Heute" erklärt: "Man sollte nicht in Panik verfallen. Das Trinkwasser ist per se kein Problem."

Quelle noch unklar

Zudem wird nicht jeder Mensch krank, der Legionellen einatmet. Und selbst bei einer Infektion komme es laut Püschel "nur in ganz, ganz wenigen Fällen" zur schweren Legionärskrankheit. Die Behörden würden die Lage dennoch "natürlich sehr ernst" nehmen.

Mehr als 150 Wasserproben wurden bisher gezogen – unter anderem aus Kühlanlagen und Haushalten. Die abschließenden Messergebnisse zu den bisher gesetzten Maßnahmen stehen noch aus. Ob die Anlage tatsächlich die Erkrankungsserie ausgelöst hat, ist daher weiterhin nicht geklärt. Püschel rechnet bis Mitte der Woche mit neuen Ergebnissen.

Inzwischen wurden aber auch in einer weiteren Anlage Legionellen nachgewiesen. "Ob ein ursächlicher Zusammenhang besteht, wissen wir noch nicht", erklärte Püschel. Die Proben daraus seien erst kürzlich im Labor eingelangt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.08.2026, 10:16