Tragödie in Venezuela

235 Tote nach Doppel-Beben – Suche geht weiter

Nach dem schweren Doppel-Beben in Venezuela steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Rettungskräfte suchen unter Hochdruck nach Überlebenden.
Newsdesk Heute
26.06.2026, 07:33
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Nach den schweren Erdbeben in Venezuela läuft die Suche nach Überlebenden unter Hochdruck weiter. Mehr als einen Tag nach der Katastrophe kämpfen Einsatzkräfte und Angehörige gegen die Zeit.

Bis Donnerstagabend (Ortszeit) stieg die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf mindestens 235. Rund 1.500 Menschen wurden verletzt. Zudem wird befürchtet, dass sich noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude befinden.

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Mit bloßen Händen nach Opfern gesucht

Die Rettungsarbeiten gestalten sich vielerorts schwierig. Teilweise suchten Helfer mit bloßen Händen nach Verschütteten, während an anderen Orten regungslos wirkende Menschen unter den Trümmern lagen.

Besonders tragische Szenen spielten sich in Catia la Mar im Bundesstaat La Guaira ab, der besonders schwer von den Beben getroffen wurde. Dort hörten Anwohner stundenlang die Hilferufe eines jungen Mädchens.

USA schicken Hilfe

"Wir brauchen mehr Leute ... Militärangehörige, die kommen und helfen, damit wir sie herausholen können", sagte der 48-jährige Anwohner Dani Rizo. Wenig später starb das Mädchen in den Trümmern.

Während die Rettungsarbeiten andauern, läuft auch internationale Hilfe an. Die USA kündigten an, zwei Kriegsschiffe sowie Transportflugzeuge nach Venezuela zu entsenden, um die Hilfs- und Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Bereits zuvor hatte das US-Außenministerium Soforthilfe in Höhe von 150 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) zugesagt. Davon sollen 100 Millionen Dollar an das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) gehen, weitere 50 Millionen Dollar an Hilfsorganisationen in Venezuela.

Zusätzlich schicken die USA Rettungs- und Suchteams in das Krisengebiet, darunter ein 80-köpfiges Team mit sechs Spürhunden.

Das Doppel-Beben hatte sich am Mittwochabend westlich von Caracas ereignet. Zwischen den beiden Erdstößen der Stärke 7,2 und 7,5 lagen lediglich 39 Sekunden. In den Stunden danach registrierten die Behörden rund 30 Nachbeben. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt.

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