Goldschmuck aus dem Drucker – diese Österreicherin ist die Einzige, die das bisher macht. Die dafür nötige Technik erfand die heimische Schmuckmarke "Boltenstern". Die "Embrace Reihe" besteht aus unzähligen Stücken, die aus dem 3D-Drucker kommen!
Typisch für die Kollektion sind die beweglichen Formen und Strukturen der Schmuckstücke. Weltweit hat Boltenstern eine echte Vorreiterrolle. Sie sind die einzige Marke, die Goldschmuck auf diese spezielle Art und Weise herstellt!
Bereits während ihres Architekturstudiums hat sich Gründerin Marie Boltenstern auf 3D-Druck spezialisiert. "Ich liebe das Umsetzen von komplexen Geometrien", so die 36-Jährige.
Die Marke "Boltenstern" gründete bereits ihr Vater im Jahr 1964 – kurz vor Ende ihres Studiums erfuhr seine Tochter Marie dann von einem 3D-Drucker, der auch Schmuck drucken kann. Seit elf Jahren bringt die Wienerin neue Kreationen auf den Markt.
Hergestellt werden unter anderem Armbänder, Ketten und sogar Manschettenknöpfe. Doch auch Gold aus dem 3D-Drucker hat seinen Preis: Ab 400 Euro gibt es Schmuckstücke zu kaufen. Das teuerste Armband ist gleichzeitig eines der bekanntesten Stücke der Kollektion: Das "Embrace Glacier Ice Bracelet 5-Row" kostet 24.500 Euro. Kaufen kann man die Stücke online, im Atelier in der Woltergasse 3 (Hietzing) oder bei verschiedenen Juwelieren.
Die Produktion findet in England statt, der Feinschliff wird dann in der Werkstatt in Wien-Hietzing erledigt. "Es handelt sich um ein Goldpulver mit 18 Karat", erklärt Boltenstern. Schicht für Schicht wird dieses dann mit einem Laser zusammengeschmolzen.
Auch Steine werden eingefügt. "Hier bei uns in Wien wird das Ganze dann noch von professionellen Goldschmieden bearbeitet", erklärt sie. Je nach Schmuckstück dauert der Druck zwischen 20 und 30 Stunden, auch das Finishing am Ende nimmt noch einmal einiges an Arbeitszeit in Anspruch.