Großeinsatz am Mittwoch, dem 19. August, in Langenlebarn (Bezirk Tulln): Mehrere Feuerwehren wurden zu einem Vegetationsbrand alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen bereits mehrere Strohballen in Vollbrand.
Wegen der großen Menge an brennendem Stroh und des enormen Löschwasserbedarfs wurden zusätzliche Kräfte angefordert. Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Langenlebarn standen die Flughafenfeuerwehr Langenlebarn sowie die Feuerwehren Muckendorf-Wipfing und Tulln-Stadt im Einsatz. Auch Rettung, Polizei und ein Einsatzleiter der ÖBB waren vor Ort.
Eine besondere Herausforderung war die Wasserversorgung. Direkt am Einsatzort stand nicht genügend Löschwasser zur Verfügung. Die Feuerwehr zapfte deshalb mit einer Tragkraftspritze einen Feldbrunnen an. Der zuständige Maschinist musste dabei mit Atemschutz arbeiten.
Zusätzlich richteten die Einsatzkräfte von zwei Seiten einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein. Auch ein Landwirt half mit einem Wasserfass aus und unterstützte damit die Löschmannschaften.
Entscheidend war auch die Hilfe von zwei Landwirten. Mit ihren Traktoren zogen sie die brennenden Strohballen auseinander. Erst dadurch konnten die Feuerwehrleute zu den tief sitzenden Glutnestern vordringen.
Mit zwei Wasserwerfern und mehreren Feuerwehrschläuchen gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Weil zahlreiche Atemschutztrupps benötigt wurden, kam auch der Atemschutz-Wechselaufbau der Feuerwehr Tulln-Stadt zum Einsatz. Eine große Zahl an Atemluftflaschen musste während des Einsatzes wieder gefüllt werden.
Durch das Zusammenspiel der Feuerwehren und die Unterstützung der Landwirte konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht werden.
Oberbrandinspektor Franz Eichberger von der Freiwilligen Feuerwehr Langenlebarn sagt gegenüber "Heute": "Beim Brand waren schon Brandermittler vor Ort, heute, am Donnerstag, kommen wieder welche. Die Brandursache ist aber noch nicht bekannt."