Achterbahnen, Ringelspiele, Zuckerwatte und jede Menge Nostalgie: Der Wiener Wurstelprater ist seit Generationen ein fixer Bestandteil der Stadt. Pünktlich zu seinem 260. Geburtstag gibt es nun eine besondere Auszeichnung: Die "Wiener Wurstelpraterkultur" wurde in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs aufgenommen.
Das gab die Österreichische UNESCO-Kommission am Samstag bekannt. Damit wird nicht nur die lange Geschichte des beliebten Vergnügungsparks gewürdigt, sondern auch das Wissen und die Traditionen, die in den zahlreichen Familienbetrieben seit Generationen weitergegeben werden.
Die Freude über die Anerkennung ist groß. Der Wiener Praterverband hatte die Aufnahme bei der UNESCO-Kommission beantragt. Präsidentin Silvia Lang sieht darin eine besondere Würdigung der Menschen, die den Wurstelprater seit Jahrzehnten prägen.
"Seit 260 Jahren erhalten die Familienbetriebe des Wiener Wurstelpraters die Tradition, die Kultur und die einzigartige Atmosphäre dieses besonderen Ortes am Leben. Sie geben ihre Erfahrungen von Generation zu Generation weiter. Der Wiener Praterverband hat sich mit dem Antrag bei der Österreichischen UNESCO-Kommission dafür eingesetzt, dass dieses wertvolle Wissen gewürdigt wird. Nun ist es so weit - die 'Wiener Wurstelpraterkultur' ist immaterielles Kulturerbe. Das macht uns unglaublich stolz", erklärt Lang.
Auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gratuliert zur Auszeichnung. Für ihn ist der Wurstelprater weit mehr als ein Vergnügungspark. "Der Wiener Wurstelprater ist ein unverwechselbares Wahrzeichen unserer Stadt. Die UNESCO-Anerkennung freut mich besonders, weil sie seine kulturelle Bedeutung sichtbar macht und im 260. Jubiläumsjahr ein starkes Zeichen für seinen Stellenwert in Wien setzt", betont Ludwig.