Ein Schnitzel für zwei, das kann in Wien ordentlich ins Geld gehen, bis zu 40 Euro werden verlangt. In einem der berühmtesten Cafés an der Ringstraße sorgt jetzt eine ungewöhnliche Extra-Gebühr für Staunen. Wer sein Essen mit seiner Begleitung teilen möchte, wird kräftig zur Kasse gebeten: Stolze 10 Euro zusätzlich kostet das Teilen einer einzigen Speise.
Der Aufpreis ist ernst gemeint, steht auch ausdrücklich auf der Speisekarte des traditionsreichen Nobel-Cafés.
"Heute" wollte wissen, warum das gemeinsame Essen so teuer kommt. Das Lokal verweist auf den zusätzlichen Arbeitsaufwand in der Küche.
"Dieser (Aufpreis, Anm.) deckt den zusätzlichen Aufwand für die sorgfältige Aufteilung, das individuelle Anrichten sowie die separate Präsentation der Speisen ab und gewährleistet für jeden Gast ein gleichwertiges kulinarisches Erlebnis", erklärt das Café gegenüber "Heute".
Die Gäste bezahlen also nicht bloß für einen zweiten, leeren Teller. Das Lokal argumentiert, dass beide Portionen eigens angerichtet und serviert werden.
Und damit nicht genug: Wer abends im Nobel-Café speist, muss gleich acht Euro nur fürs Gedeck zahlen – pro Person. Dafür bekommt man laut Lokal unter anderem Bio-Olivenöle, Sauerteig- und Erdäpfelbrot sowie französische Butter.
Übrigens: Mittags kostet das Gedeck zwei Euro weniger.