Eine Legende weicht, eine neue zieht ein. Kaum etwas verkörpert Salzburger Kulinarik derart wie der Bärenwirt im Stadtteil Mülln. Doch das kleine Lokal, eingepfercht zwischen Salzach und Mönchsberg, platzt aus allen Nähten. Dutzende Gäste müssen Tag für Tag weggeschickt werden.
Viele von ihnen wollen nur eines: das vorgeblich "beste Backhendl der Welt" probieren – ein Claim, der unaufhörlich von Food-Influencern unterschrieben wird. Ausgeschenkt wird übrigens das gleichermaßen mit Lob überschüttete Bier des nahen Augustiner-Klosters. Und beides gibt es jetzt an einer neuen Adresse – mitten in der Altstadt.
Mit einem modernen Flyer und professionellen Instagram-Videos wurde im Sommer der Bärenwirt-Pop-up am Waagplatz (nebst des Mozartplatzes) beworben. Jetzt ist fix: Den Bärenwirt gibt es ab sofort zweimal. Das neue, größere Lokal in der Altstadt bleibt. Wie kommt’s?
Der neue Bärenwirt befindet sich im nicht minder legendären (ehemaligen) K+K-Restaurant. Und was als "Sommer-Flirt" gedacht war, wurde schnell zu "fix zam", erzählt Betreiber Patrick Knittelfelder den "Salzburger Nachrichten". Ein Gastgarten unweit des Doms, der imposante Freysauff-Keller – nach und nach erweiterte er die Speisekarte, stellte mehr Mitarbeiter ein und realisierte, dass das Projekt im Herbst nicht vorbei sein kann. Und so wurde mittlerweile ein Pachtvertrag unterschrieben.
Das halbe Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat kostet übrigens 24 Euro, die halbe Müllner Augustiner vom Fass 6,20 Euro – also etwas mehr als am Stamm-Standort in Mülln.