Traurige Realität: Nur 15 bis 20 Prozent der Österreicher helfen bei einem plötzlichen Herzstillstand. Das zeigen die Zahlen des Landes OÖ aktiv mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Damit liegt Österreich weit hinter Ländern wie den Niederlanden (70 %) und Norwegen (80 %).
Eigentlich ist Leben retten kinderleicht, das zeigt der Nachwuchs der Samariterjugend bei einem Event mit der Kabarettistin Caroline Athanasiadis. Sie führte durch die Veranstaltung und frischte ihr eigenes Wissen auf, denn laut dem Roten Kreuz fühlen sich 42 Prozent der Bevölkerung bei Wiederbelebungsmaßnahmen nicht ausreichend vorbereitet.
"Ich finde es großartig zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder hier Erste Hilfe leisten. Sie zeigen, dass man keine Angst davor haben muss, etwas zu tun", erklärte Athanasiadis.
Anlässlich des Tags der Wiederbelebung am 16. Oktober demonstrierten Kinder der Samariterjugend gemeinsam mit dem Verein PULS an Übungspuppen die wichtigsten Schritte bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand.
"Bei der Samariterjugend üben wir regelmäßig, was wir im Notfall tun können. Wenn man die Schritte ein paar Mal ausprobiert hat, merkt man schnell: So schwierig ist das gar nicht", erzählte Melanie von der Samariterjugend.
Im Mittelpunkt stand die Botschaft "Rufen - Drücken - Schocken". Besonders wichtig ist dabei der rasche Zugang zu Defibrillatoren. Die Geräte führen Schritt für Schritt durch die Anwendung und geben nur dann einen Stromstoß ab, wenn dieser notwendig ist. Standorte in ganz Österreich findest du unter definetzwerk.at.
"Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute", betonte Herbert Willer, Geschäftsführer des Vereins PULS. Auch Herbert "Happy" Hofmann vom Samariterbund appellierte an Erwachsene, ihr Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufzufrischen. Denn nur durch Übung entsteht die nötige Sicherheit, um im Ernstfall richtig zu handeln.