In den frühen Morgenstunden des 17. September mussten fünf illegal Aufhältige am Donnerstag in den frühen Morgenstunden Österreich verlassen. Drei Männer und zwei Frauen wurden auf dem Landweg nach Kroatien gebracht.
Bei der Rückführung handelte es sich um eine sogenannte Dublin-Überstellung. Diese kommt zur Anwendung, wenn ein anderes europäisches Land für das Asylverfahren zuständig ist, weil dort der erste Asylantrag gestellt wurde.
Unter den fünf Personen befanden sich zwei syrische Staatsangehörige sowie jeweils ein Staatsangehöriger der Türkei, Russlands und Afghanistans.
„Im Schnitt müssen über 40 Menschen pro Tag Österreich verlassen – alleine heuer bereits über 8.800.“Innenminister Karner
Bei dem 27-jährigen Afghanen handelt es sich den Angaben zufolge um einen mehrfach verurteilten Straftäter. Er wurde in Österreich insgesamt viermal wegen Gewalt-, Eigentums- und Suchtmitteldelikten strafrechtlich verurteilt.
Im laufenden Jahr mussten bereits mehr als 8.800 Personen ohne Bleiberecht Österreich verlassen. Rund ein Viertel davon war in Österreich straffällig geworden.
"Im Schnitt müssen über 40 Menschen pro Tag Österreich verlassen – alleine heuer bereits über 8.800. Dieser konsequente Weg muss fortgesetzt werden", so Innenminister Gerhard Karner.
Knapp mehr als die Hälfte der Rückführungen erfolgt zwangsweise. Beim übrigen Teil handelt es sich um eigenständige Ausreisen, bei denen die Betroffenen einer zwangsweisen Abschiebung zuvorkommen.
Laut dem Innenministerium verlassen derzeit mehr Menschen ohne Bleiberecht Österreich, als neue Asylanträge gestellt werden.