New York calling: Gleich zu dritt begibt sich unsere Staatsspitze ab Samstag über den großen Teich. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker (VP) und auch Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) reisen nach New York.
Im Big Apple geht von 21. bis 25. September die 81. UNO-Generalversammlung über die Bühne. Österreich wird im Unterschied zu vielen anderen Nationen gleich mit drei Polit-Granden vertreten sein. Und das in Sparzeiten.
Erst am Mittwoch waren die Reisespesen der Bundesregierung für das zweite Quartal publik geworden – "Heute" berichtete. In drei Monaten legte die Dreier-Koalition über eine Million Euro aus. Spitzenreiterin Beate Meinl-Reisinger und ihr Kabinett, für deren Auslands-Trips die Steuerzahler 108.222,64 Euro zu berappen hatten.
Logischerweise fällt im Außenamt verstärkte Reisetätigkeit an. Wie sich die dennoch extrem hohen Kosten Meinl-Reisingers erklären lassen? "Heute" durchforstete die Abrechnungen. So nahm die Neos-Frontfrau vier Mal (bei Reisen nach New York, Peking, Antalya und Riyadh) in der bequemen Business Class mit. Zudem wird sie immer von einem großen Tross begleitet. Auf vier Trips ließ sich die Neos-Chefin von gleich vier Mitarbeitern begleiten, auf dem Weg nach Shanghai und Peking waren es sogar fünf.
Auch der Trip wird wieder ins Geld gehen – gemäß "Heute"-Infos reisen VdB, Stocker und Meinl-Reisinger jeweils mit eigenem Fotografen an. Dies sei nötig, da sich "99 Prozent der Termine nicht überschneiden", wird seitens der Regierung betont.
In New York weilt sie von Sonntag bis Freitag in der Folgewoche. Kanzler Stocker kommt am Samstag aus Zürich (er besucht zuvor eine Veranstaltung in Vorarlberg) reist – wie auch VdB – schon am Dienstag wieder zurück nach Wien, um bereits am Mittwoch wieder an seinem Schreibtisch im Kanzleramt zu sitzen.
Zuvor trifft er gemeinsam mit dem Bundespräsidenten und der Außenministerin in New York mit UNO-Generalsekretär António Guterres zusammen. "Zentrales Thema für die hochrangige Woche" für Außenministerin Reisinger laut Außenamt: die Zukunft der Ukraine.
Österreich betone in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer fortgesetzten Unterstützung der Ukraine, bis ein umfassender, gerechter und nachhaltiger Frieden erreicht sei, ließ sie aussenden. Am 22. September nimmt Meinl-Reisinger u.a. mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas an Gesprächen über globale Ernährungssicherheit und die Lage am Schwarzen Meer teil.
Meinl-Reisinger hält Österreichs Rede vor der UNO am Donnerstag. Sie hat sich Gespräche mit den Außenministern aus Pakistan, dem Iran, Katar, Jemen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Oman, Marokko, Algerien, dem Libanon, Uganda, der Zentralafrikanischen Republik und dem Sudan sowie der UNICEF-Generaldirektorin vereinbart.