Viermal in der Business Class

So gab Meinl-Reisinger 100.000 Euro für Flugreisen aus

Sie ist die Jetset-Ministerin: Beate Meinl-Reisinger. Gemeinsam mit ihrem Kabinett verflog sie in nur drei Monaten satte 100.000 Euro.
Heute Politik
16.09.2026, 15:02
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Eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat jetzt die Reisekosten der XXL-Regierung ans Licht gebracht. Und die haben es in sich. So verflogen Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Co. in nur drei Monaten mehr als eine Million Euro.

Meinl-Reisinger als Vielfliegerin

Die Vielfliegerin vor dem Herren ist dabei eben Meinl-Reisinger. In ihrer Anfragebeantwortung listet sie insgesamt neun Trips im Flieger auf. Alleine vier Mal davon flog sie in der Business Class. Die Gesamtkosten inklusive ihrer Kabinettsmitarbeiter: exakt 108.222,64 Euro.

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Nach China um 36.000 Euro

Ihre Flugreisen führten Meinl-Reisinger rund um den Globus. Am teuersten war die nach Shanghai und Peking (China). Der Zweck der Reise: ein "bilateraler Arbeitsbesuch mit hochrangiger Wirtschaftsdelegation", wie die Ministerin in ihrer Anfragebeantwortung ausführt. Geflogen wurde Business (Meinl-Reisinger), Premium Economy und Economy. Begleitet wurde sie von gleich fünf Mitarbeitern. Das ging natürlich ins Geld: Die Reise kostete 36.208,61 Euro.

Vier Mitarbeiter als Begleitung

Ebenfalls kein Schnäppchen war Meinl-Reisingers Trip nach New York und Reykjavik mit satten 28.858,79 Euro. Im Big Apple war sie bei der Wahl zum Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, wo Österreich einen nicht-ständigen Sitz erringen konnte. In der isländischen Hauptstadt wiederum absolvierte sie einen "bilateralen Arbeitsbesuch". In ihrer Entourage bei der Reise: immerhin vier Mitarbeiter. Auch hier verteilten sich die Flugtickets auf Business, Premium Economy und Economy.

Gegen diese beiden Trips nimmt sich die Flugreise in die zyprische Stadt Limassol fast bescheiden an. Dort fand ein informelles Treffen der EU-Außenminister statt. Den Steuerzahler kostete die Reise 1.985,07 Euro – Meinl-Reisingers günstigster Trip im zweiten Quartal.

Türkei und Äthiopien

Schon deutlich teurer war eine Reise nach Antalya (Türkei) und Addis Abeba (Äthiopien). Themen dort: das Antalya Diplomacy Forum und – erraten – bilaterale Arbeitsgespräche. In Addis Abeba wiederum nahm die Außenministerin mit einer Wirtschaftsdelegation am EU-Ethiopia Business Forum 2026 teil und hatte ein Arbeitsgespräch mit ihrem Ministerkollegen Gedion Timotheos.

Aus dem Flugplan sticht auch der Arbeitsbesuch in Astana (Kasachstan) und Taschkent (Usbekistan) hervor. Hier ließ sich die Ministerin von vier Mitarbeitern begleiten. Gemeinsam verflog man immerhin 10.191,71 Euro. Immerhin wurde dabei nur Economy Class gebucht. Das kann auch daran gelegen haben, dass sie die Reise gemeinsam mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) absolviert hat.

Business nach Saudi-Arabien

Nur unwesentlich günstiger ging es in die saudi-arabische Hauptstadt Riyadh mit 9,981,15 Euro. Einer ihrer Termine dort: ein Gespräch mit Außenminister Faisal bin Farhan Al-Saud. Hier wurde wieder Business und Economy für insgesamt fünf Leute gebucht.

Reisen zur EU als Schnäppchen

Die restlichen drei  Flugreisen des Quartals gingen zwei Mal nach Brüssel (EU-Rat und Eröffnung des Österreichhauses) und Luxemburg (EU-Rat). Diese Reisen wurden allesamt in der Economy Class absolviert. Kosten: rund 6.700 Euro.

FPÖ kritisiert "verantwortungslosen Umgang mit Steuergeld"

"Meinl-Reisingers Reiselust kennt offenbar keine Grenzen. Wer so verantwortungslos mit Steuergeld umgeht, der zieht zu Recht den Unmut der Bevölkerung auf sich", kommentiert der FPÖ-Generalsekretär die Anfragebeantwortung. Und er erinnert an einen Vorfall im Festzelt am Altausseer Kirtag: "Im Inland gibt es für sie deshalb Buh-Rufe und Pfiffe von den Menschen. Vermutlich flüchtet sie deshalb ins Ausland, weil sie dort niemand kennt."

pol,Akt. 16.09.2026, 15:10, 16.09.2026, 15:02