Am 3. März ist die erste Dreier-Koalition exakt ein Jahr im Amt. Mit 21 Mitgliedern (Kanzler, Vize, 12 Minister und 7 Staatssekretäre) ist es die größte und teuerste Regierung aller Zeiten ("TeuRaZ"). Grünen-Aufdeckerin Alma Zadić wollte in einer Serienanfrage nun die Größe und Kosten der dazugehörigen Büros erfahren. Die Details:
Noch nie waren in Regierungsbüros so viele Menschen beschäftigt wie im 4. Quartal 2025. 409 Mitarbeiter (inklusive Backoffice und Fahrer) meldeten die Ressorts ein. Damit wurde noch einmal um fünf Angestellte aufgestockt.
Auf mittlerweile 3,7 Millionen Euro summierten sich die Personalkosten der Regierungsbüros im Schnitt pro Monat – durch Neuanstellungen, Sonderzahlungen und Abrechnung von Überstunden sind sie um 550.000 Euro im Vergleich zur Vorperiode angestiegen.
Das größte Kabinett hat mit 18 Mitarbeitern naturgemäß VP-Kanzler Christian Stocker. Vize Andreas Babler (SP) benötigt allerdings die gleiche Anzahl an Kabinettspersonal wie der Bundeskanzler der Republik. Hinzu kommen bei Babler noch 15 Mitarbeiter für Staatssekretärin Michaela Schmidt.
Jene Personen, die bei Babler und Schmidt mit Presse- und Medienarbeit betraut sind, schlagen monatlich mit 211.300 Euro zu Buche. Alleine der SP-Chef bedienstet eine Kommunikationschefin, zwei Pressesprecher und einen Kommunikationsreferenten. Schmidt hat eigenes PR-Personal.
Aufgestockt hat Sozialministerin Korinna Schumann (SP), die zwar laut einem Regierungsinsider die höchste Personal-Fluktuation hat, nun aber eine Referentin und zusätzlich eine Social-Media-Kraft neu eingestellt hat. Familienministerin Claudia Bauer (VP) hat im gleichen Zeitraum zwei Stellen eingespart.
Das Koordinierungsbüro von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (7 Mitarbeiter inkl. dem ehemaligen Neos-Klubdirektor Armin Hübner) kostet die Steuerzahler 50.300 Euro im Monat – "Heute" berichtete.