Anfrage enthüllt

Meinl-Reisingers Sonderbüro kostet 705.000 € Steuergeld

Im Außenamt wurde nicht nur ein Staatssekretariat für Sepp Schellhorn eingerichtet, sondern auch ein Koordinierungsbüro für die Regierungsarbeit.
Newsdesk Heute
18.02.2026, 19:41
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Neues von TeuRaZ, der teuersten Regierung aller Zeiten: Neben 21 Regierungsmitgliedern unterhält die ÖVP-SPÖ-Neos-Koalition auch die größten Regierungsbüros. Im Außenministerium erhielt – wie von "Heute" berichtet – etwa nicht nur Sepp Schellhorn Posten (und A8), Meinl-Reisinger schuf auch noch ein neues Sonderbüro.

Zur Koordinierung der pinken Regierungsarbeit baute man für den ehemaligen Neos-Klubdirektor Armin Hübner eine Koordinierungsstelle mit Hübner als Leiter, Referenten und Assistenten. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz wollte in einer Anfragenserie an sämtliche Ressorts die "Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts im 4. Quartal 2025" ergründen.

Schellhorn: Keine Zeit zum Koordinieren?

Nun kommt heraus: Meinl-Reisingers Sonderbüro kostet jährlich 704.354 Euro. Selbst in Monaten ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld müssen 50.311,31 Euro an Steuermitteln dafür aufgewendet werden. Bei ÖVP und SPÖ schupfen die Staatssekretäre die Koordinierungsagenden nebenbei. Sepp Schellhorn wurde dafür nicht von Meinl-Reisinger herangezogen. Auch Klubobmann Shetty ist mit dem Dreh von TikTok-Videos offenbar ausgelastet.

Schellhorns Büro kommt auf 83.164,53 pro Monat on top. Für das Kabinett der pinken Frontfrau fallen 140.084,90 Euro monatlich an. Meinl-Reisinger gewährte in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 zudem Belohnungen in Höhe von 9.075,00 Euro an Mitarbeiter.

Kabinette kosten 3 Millionen im Monat

Insgesamt, das zeigt eine Auswertung von Schnedlitz, schlagen die Kosten für sämtliche Ministeriums-Kabinette mit über drei Millionen Euro pro Monat (!) zu Buche. Sparsamster Minister dabei ist Meinl-Reisingers-Vize Christoph Wiederkehr. Bei SPÖ-Medienminister Andreas Babler sind die Kosten nach Neu-Anstellungen mittlerweile auf über 200.000 Euro pro Monat angewachsen.

Kosten der Kabinette pro Monat

  • Kanzleramt: 239.603 Euro
  • Innenministerium: 221.913 Euro
  • Verteidigungsministerium: 205.830 Euro
  • Medienministerium: 203.830 Euro
  • Wirtschaftsministerium: 186.432 Euro
  • Infrastrukturministerium: 175.381 Euro
  • Sozialministerium: 175.369 Euro
  • Justizministerium: 171.557 Euro
  • Finanzministerium: 149.562 Euro
  • Digitalisierungs-Staatssekretariat: 148.759 Euro
  • Außenministerium: 140.919 Euro
  • Familienministerium: 140.084 Euro
  • Frauenministerium: 128.947 Euro
  • Sport-Staatssekretärin: 122.386 Euro
  • Landwirtschaftsministerium: 113.235 Euro
  • Staatssekretariat für Staatsschutz: 104.659 Euro
  • Bildungsministerium: 100.838 Euro
  • Gesundheitsstaatssekretariat: 91.090 Euro
  • Energie-Staatssekretariat: 84.680 Euro
  • Finanz-Staatssekretariat: 83.823 Euro
  • Entbürokratisierungsstaatssekretariat: 83.164 Euro
  • Neos-Koordinierungsbüro: 50.311 Euro
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz
Helmut Graf

Schnedlitz: "Verhöhnung der Bürger"

Der freiheitliche General poltert: "Das Steuergeld wird mit beiden Händen zum Fenster hinausgeworfen. Das ist gerade in Zeiten der Rekordteuerung schäbig. Eine Verhöhnung der fleißigen Bürger, die diesen Irrsinn finanzieren müssen!"

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.02.2026, 20:38, 18.02.2026, 19:41
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen