Während die Menschen in Österreich aufgrund der mangelnden Teuerungsbekämpfung durch die Regierung nicht wissen, wie sie sich einen Urlaub leisten sollen, jettet die Koalition fleißig durch die Welt.
Das belegt alle drei Monate eine parlamentarische Anfrageserie der FPÖ an alle Minister zu den Reisekosten pro Quartal. "Heute" hat die Zahlen.
Demnach lagen diese Kosten im Ressort von Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) von Jänner bis März 2026 bei mehr als 50.000 Euro. Babler musste in der Anfragebeantwortung penibel offenlegen, für welche Transportmittel man wie viel ausgegeben hat.
Den größten Posten macht wenig überraschend die Fliegerei aus. Die bezifferte Babler mit insgesamt 40.875,88 Euro. Die von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in der Anfrage geforderte "genaue Auflistung nach Reiseziel, Kosten pro Flug, Flugklasse und Grund der Reise" blieb der Vizekanzler schuldig. Seine mehr als dürftige Begründung: "Hinsichtlich einer weiteren Aufgliederung bitte ich um Verständnis, dass für Flüge aufgrund des damit einhergehenden unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwandes keine gesonderten Statistiken geführt werden, die eine Auswertung der angefragten Daten ermöglichen würden."
Nur so viel ließ sich Babler entlocken: "Grundsätzlich wird die Buchungsklasse ,Economy' gebucht."
Die weiteren Kostenfaktoren: 7.031,38 Euro wurden mit der Bahn verfahren, satte 1.536,05 Euro mit Taxis (!) und 132,84 Euro mit dem Bus. Damit aber nicht genug: Für "Mietwagenservice während einer Delegationsreise" mussten die Steuerzahler 1.663,62 Euro blechen. Das ist für manche Familien durchaus ein Urlaub …
Wie sich die Reisekosten von Babler im zweiten Quartal entwickelt haben, wird man spätestens am 9. September wissen. Bis dahin muss der SPÖ-Chef und Vizekanzler die neue Anfrage der Freiheitlichen beantwortet haben.