"Vom Neusiedler See bis zum Bodensee" möchte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) mit seiner Partei im Sommer durchs Land ziehen. Unter dem Motto "Ordnen statt spalten" möchten er und Mitglieder der Bundesregierung sich bei Veranstaltungen unters Volk mischen.
Ziele seien hier etwa das Donauinselfest, das Sommerfest Korneuburg und das Poolbar Festival in Feldkirch. Babler will sich dabei als "Vizekanzler, den man angreifen kann" präsentieren. Man wolle nicht mit einer "Hochglanzkulisse" oder "vorgefertigten Antworten" auftreten, vielmehr wolle man der Bevölkerung zuhören, berichtet der ORF.
Das Motto der Tour habe man gewählt, da viele Menschen aktuell versuchen würden, "Ordnung in ihren Alltag zu bringen". Sie würden jedoch "eine Politik erleben, die Lärm produziert und Jung gegen Alt, Stadt gegen Land, Arbeitnehmer*innen gegen Pensionist*innen ausspielt", so der SPÖ-Chef.
Bei der FPÖ stößt das Vorhaben des Vizekanzlers auf Spott. So meint etwa der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz, dass die SPÖ mit Babler baden gehen würde und auch eine "Sommertour mit geheuchelter Bürgernähe" daran nichts ändern werde. Ihm zufolge würde der SPÖ-Frontmann damit nur "Schiffbruch" erleiden.
Laut Schnedlitz werde die Tour dazu führen, dass die Beliebtheitswerte des Vizekanzlers weiter sinken werden. Auch am Motto der Tour stößt sich der FPÖ-General. "Niemand spaltet dieses Land so sehr wie die SPÖ und die restlichen Systemparteien", so Schnedlitz.
Ihm zufolge würde die SPÖ zwischen "Inländern und Ausländern, Stadt und Land" sowie zwischen "Leistungsträgern und jenen, die sich in der sozialen Hängematte eingerichtet haben" spalten. Ein "Ordnen" gebe es auch "nur bei den eigenen Posten, beim Machterhalt und bei der Gier".